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gewöhnlich zurückgekrümmt. — var. elh'ptic a Kerner. Blätter elliptisch, beiderseits gleichmässig verschmälert,doppelt so lang als breit. — var. pervestita O. Buser (? = alpina Gaud.). Blätter oberseits ziemlich starkbekleidet, + aschgrau, gewöhnlich etwas vorgezogen (Gebirge). Ausserdem sind von Meyer, Andersson, Sonder,Hartig, Hartman, Marsson etc. noch zahlreiche andere Formen aufgestellt worden, die aber nur wenig Be-deutung haben und sich namentlich auf die Grösse, Behaarung, Gestalt etc. der Blätter beziehen. Ebensowie nr. 749 neigt diese Art gern zur Ausbildung von monströsen Kätzchen und Blüten. Mit S. daphnoidesgehört sie zu den frühzeitigsten unter den einheimischen Weiden. Die stattlichen Kätzchen erscheinen wie beidieser Art vor dem Aufblühen schneeweiss-filzig und brechen zuweilen schon im Winter aus den Knospen hervor.Das rötliche Holz ist das heizkräftigste unter allen Weidenhölzern.
751. Salix Silesfaca 1 ) Willd. (= S. Maückschii Hartig, = S. fagifolia Waldst. et Kit.,= S. Ludwigii Schkuhr). Schlesische Weide. Fig. 452 d.
1,5 bis 3 m hoher Strauch (selten höher oder baumartig), mit aufrechten Aesten.Zweige hellbraun, kahl. Einjährige Zweige und Kätzchenschuppen kahl. Laubblätter kurzgestielt (Stiel bis 0,8 cm lang, kurz behaart, später kahl), eiförmig bis länglich-verkehrt-eiförmig, in oder über der Mitte am breitesten, bis doppelt so lang als breit, bis 14 cmlang und 6 cm breit, spitz (oder die untersten an den Zweigen zuweilen stumpf oder aus-gerandet, wellig-gezähnt), mit 12 bis 18 Seitennerven (Fig. 452 d), in der Jugend purpur-rot und seidig-behaart, später dünn grau behaart bis ganz verkahlend. Mittelnerv undengmaschiges Adernetz unterseits stark hervortretend. Nebenblätter meist vorhanden,halbherzförmig, grob gesägt. Kätzchen gewöhnlich vor den Blättern (seltener mitdenselben) erscheinend, fast sitzend oder an kurzen, mit wenigen (2 bis 3) kleinen, graubehaarten Blättern besetzten Zweigen endständig, aufrecht; die männlichen kurz-eiförmig,1,5 bis 2 cm lang und bis 0,75 cm dick, die weiblichen etwas länger, schon während derBlütezeit sich erheblich verlängernd. Tragblätter lanzettlich, spitz, gelblich, an der Spitzepurpurn bis schwärzlich, seidig behaart. Staubblätter 2, etwa doppelt so lang als die Trag-blätter. Fruchtknoten lang gestielt (Stiel fast so lang als der Fruchtknoten), kahl oderseltener kurz grauhaarig. Griffel kurz. Hintere Drüse gestutzt. — IV bis VII (je nachder Höhenlage früher oder später).
Stellenweise in Wäldern, an Ufern, in Auen, an Wasserläufen der Gebirgstäler.
Ziemlich verbreitet in den Sudeten (Riesen-, Iser-, Adlergebirge, Gesenke, bis 1350 m); in Deutsch-land (bei Nd.-Thomaswaldau bei Bunzlau) und Oesterr. Schlesien mehrfach auch in der Ebene; bei Galgenberg, beiStrehlen kaum ursprünglich. Auch auf der Barania, in Böhmen und Mähren (Schneeberg, Salwiesen, Hochgesenke,Knehyne, Radhost, Smrk, Studnitz bei Neustadtl). Ausserdem angeblich — obgleich neuerdings von Hayekerwähnt, sehr zweifelhaft — in Steiermark (an der Mur bei Murau [Fest] und vielleicht am Bösenstein [Strobl]).S. Silesiaca vertritt in den Sudeten gewissermassen die hier fehlende S. grandifolia. Auch systematisch stehtdiese Art S. caprea und grandifolia sehr nahe, so dass sie von manchen Formen der beiden nur schwerzu unterscheiden ist.
Allgemeine Verbreitung: Süden, Karpaten (bis 1620 m), Siebenbürgen, Ge-birge von Bosnien, Herzegowina und Montenegro.
752. Salix grandifolia Seringe (= S. appendiculäta Vill., = S. cineräscens Willd.).
Gebirgs-Weide. Fig. 458, 459 und 452e.
Bis 3 m hoher, sparriger, kurzästiger Strauch, ausnahmsweise Baum (Fig. 459).Zweige hellbraun, kahl. Knospenschuppen kahl oder etwas flaumig, gelb oder rotbraun.Heurige und einjährige Zweige flaumig. Laubblätter kurz gestielt (Stiel bis 1 cm lang,kurz behaart, später verkahlend), verkehrt-eiförmig bis länglich, über der Mitte am breitesten
') Lat. Silesia = Schlesien; diese Weide dort wurde zuerst unterschieden.