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Chemie
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Elektrochemisches Äquivalenzgesetz.

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ihre Genauigkeit geprüft, und insbesondere die Arbeiten vonTh. W. Richards Prüfung der Ge-igten, daß für eine ganze Anzahl von Reaktionen diese Proportionalität streng na "^^^ rchgültig ist, unabhängig von Temperatur, Lösungsmittel, Aggregatzustand.Charakteristisch ist, daß das Faradaysche Gesetz nicht gefunden worden wäre,Wenn nicht auf dem einen Muttergebict — der Elektrik — kurz vorher durch^hrn (1826) eine Klärung der bis dahin außerordentlich verworrenen Begriffe:Elektrische Spannung, Elektrizitätsmenge, Stromstärke, Widerstand, erfolgtWare. Wir sehen hier wieder einen Fall, daß die Beziehungen zwischenPhysikalischen und chemischen Eigenschaften erst dann fruchtbare Ergebnissehefern konnten, wenn auf jedem Gebiete für sich die große Fülle des jeweiligenz erstreuten Tatsachenmaterials einigermaßen geordnet war.

Versuche einer Systematik. Auf beiden Gebieten hat es nicht anErsuchen gefehlt, die, entprechend dem damaligen Stand der experimentellenHilfsmittel, häufig nicht gleich zu positiven Resultaten führten, und die häufigers t in unserer Zeit einen experimentell begründeten Inhalt erhielten. SoSe i erwähnt, daß Prout (1815) die Hypothese aufstellte und zu verfechten Proutss üchte, daß die Atome sämtlicher Elemente aus einer verschieden großen, H >*P othcse -a ber konstanten Zahl von Wasserstoffatomen bestehen, eine Hypothese, die alss °lche den Versuchen nicht Stich hielt, aber in veränderter Gestalt in derNeuesten Chemie wieder Leben erhalten hat und so dem Glauben der Alchemistenari die Umwandlung aller Elemente ineinander neuen Boden verschafft hat( v gl. S. 139%).

Auch auf physikalischem Gebiete fehlt es um die Zeit nicht an Versuchen,a ie elektrischen, optischen und thermischen Erscheinungen in Zusammenhang zuDringen, aber auch diese Beziehungen, die sich später mit besseren Hilfsmittelnex perimentell begründen und quantitativ formulieren ließen, konnten damalsnu r als Hypothesen gelten.

Auf chemischem Gebiete bedeutete die Erfindung der Elementaranalyse strukturfor-0r ganischer Verbindungen und die bald darauf erfolgte Entdeckung, daß zwei me " ?.,, orga "

,0 o ö) rusenen Chemie.

chemisch reine Stoffe von gleicher Elementarzusammensetzung verschiedene

^toffeigenschaften haben können (Liebig und Wöhler 1823—1824), einen

Mächtigen Ansporn zur erneuten Klassifizierung der organischen Verbindungen,

a die Berzeliussche dualistisch-elektrochemische Klassifizierung zahlreichen

"zwischen gefundenen Tatsachen nicht mehr gerecht wurde. Durch die Arbeiten

v °n Gerhardt (1856), Frankland (1853), Kekule (1858), Van't Hoff (1877)

gelang es, ein Klassifizierungssystem auszuarbeiten, das in Gestalt chemischer

orrneln, der sogen. „Strukturformeln", weitgehend die chemischen Eigen-

c haften der organischen Körper symbolisch zum Ausdruck bringt, da nicht

oß Art und Zahl, sondern auch die gegenseitige Lage und Beziehung der

erne ntaratome im Molekül dargestellt wird. Wenngleich unsere heutige Syste-

a tik der organischen Chemie noch keineswegs allen chemischen Erscheinungen

^reichend Rechnung trägt und selbstverständlich mit wachsender Kenntnis

er chemischen Eigenschaften eine dauernde Weiterentwicklung erfahren wird,

0 ist doch unzweifelhaft, daß die Strukturformeln den bei weitem meisten