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Vorlesungen über chemische Technologie
Entstehung
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Porzellan.

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fähigen; abgesehen von einzelnen Kunstwerken handelt es sich meistensum Dutzende von gleichen Objekten, und zwar:

1. mit einfarbigem Muster, welches im Scharffeuer unter der Glasureingebrannt wird. Dazu wird das Muster in Stahl graviert, wie früherfür Bilder angegeben. Wie dieses Bild auf Papier übertiagen wird,indem man eine für Papier passende Farbe in die Vertiefungen derStahlplatte sorgfältig hineinbringt und dann durch Pressung auf Papierüberträgt, so daß ein »Stahlstich« entsteht, so kann von demPapier auf Porzellan übertragen werden, wenn passende Farben be-nutzt werden. Dazu ist nur ein dünnes und vollkommen verbrennendesPapier anzuwenden. Mit diesem nimmt man also das Bild auf, welchesin eine Stahlplatte, in einen lithographischen Stein usw. eingraviertwurde und mit Porzellanfarbe bedeckt ist. Dann wird das Papier mitder noch feuchten Farbe, z. B. Kobaltsilikat und Terpentinöl, und zwarmit der Farbenseite auf verglühtes Geschirr gelegt und haftet dortgleichmäßig an.

Bei geeignetem Brande, der in einer Muffel vorgenommen wird,verbrennen das Papier und das Terpentinöl oder anderes Bindemittel,während die Farbe genügend am Porzellan haftet, um das Auftragender Glasur zu gestatten und dann das Scharffeuer zu ertragen, in demsie blau wird.

So werden Dutzende von Tellern mit genau gleichem Muster an-gefertigt; so erklärt sich der Vorzug blauer Verzierung.

Ebenso kann man für Muffelfarben und für Gold, das auf derGlasur anzubringen ist, Schablonen und andere Mittel der Vervielfältigungbenutzen, photographische Bilder übertragen usw.

Sogar gewisse Fehler des Betriebes haben zu Verzierungen geführt,Z- B- der Umstand, daß die Glasur Risse bekommt, wenn sie der»Masse« nicht angepaßt ist. Man kann absichtlich Glasur von ab-weichenden Ausdehnungskoeffizienten anwenden, dadurch eine ge-sprungene Oberfläche herstellen, muß diese aber mit glatter Schichterschmelzen, um »Craquele« zu bekommen. Ebenso kann man die

en so leicht schmelzbar herstellen, daß sie etwas ineinander über-

n - Dann entstehen unsichere und phantastische Dekorationen, auchrten von Übergangsfarben, wenn man zweierlei oder mehr über-einander aufträgt: »flammartige« Bilder.

Natürlich sind dies Mittel, die nur bei künstlerisch richtiger Ver-wendung guten Erfolg haben. Dem Bedürfnis, etwas Neues zu bringen,ist aber, wie aus diesen Andeutungen hervorgeht, auch bei dem Porzellan»i mancherlei Weise zu entsprechen.