Geschichtliche Angaben.
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die Güte des Herrn Professor Hülsen vom archäologischen Institut inRom verschafft wurden. Sie lauten mit beigefügter Übersetzung wie folgt:
Strabo XI. 2. 19.
AsysTat xal xp^ov xaxacpspeiv x^WP 0 "? uitoosxea&at 8'auxbv toosßapßdpooc »acvaic xaxaxexprjpivaic, ital [AaXXcoxat? SopaTc, äcp ou 07)[J-E]xu8suaöat xal xk xpuaojxaXXov Sspac.
Übersetzung: »Es wird erzählt, daß die Bergwasser auch Goldtalabwärts bringen, daß es aber die Barbaren in Trögen auffangen, diemit Löchern versehen sind, und in langhaarigen Fellen, woher aucherzählt worden ist die Fabel vom Gold tragenden Vlies.Appian: bellum Mithridati cum 103.
Xpocroepopoucst o'sx xou xauxdaou tcrflal iroXXal ^W« äteavec • xalo? nepfoixot xwSta xiösvxs? sc xb psöp-a ßaöu^aXXa, xb <|rffr|i.a ivtcxop-evovauxotc sxXe-pöctiv • xal xoioüxov tjv i<ju>c xal xb xpuoojiaXXov AiVjxoo Sepac.Übersetzung: »Gold führen aus dem Kaukasus heraus vieleQuellen in unsichtbaren Körnchen; und die Bewohner legen Schaf-felle in die Strömung hinein, und zwar dichthaarige. Das Körnchennun, das darin festgehalten wird, sammeln sie aus ihnen heraus. Einsolches war vielleicht auch das Goldene Vlies des Aietes«. 1 ) 2 )
Neuerdings benutzt man für diesen Zweck nicht allein Schöpf-vorrichtungen, Siebe, Filter u. dgl; man baggert auch die Flüsse ausan Stellen, wo sich Absätze von Gold gebildet haben, und verarbeitetdiese. Außerdem aber ist man mit allen modernen Mitteln den Ge-birgen selbst zu Leibe gegangen, welche, der allmählichen Verwitterungunterliegend, Gold in die Flüsse liefern. Man sprengt also das gold-führende Gestein, wie ein anderes, zerkleinert es und unterwirft es derBearbeitung.
Dieser Betrieb hat, namentlich in Transvaal, einen solchen Um-
') Für den hier vorliegenden Zweck ist auf das Wort ^puO^aXXos etwasmehr Wert zu legen, als bei der Übersetzung geschah. Einfach „golden" bedeutetdieses Wort nicht und „goldtragend" auch nicht so allgemein, daß der mit Goldeadene Esel, welcher bekanntlich durch jedes Tor geht, dieses Epitheton ornansBeanspruchen könnte, sondern so, daß es auf flockige Felle paßt. Denn das Wort.st zusammengesetzt aus xpu8ÄS , Gold, und uaXXä«, Flocke. Demgemäß wird U p a (XpocrtfxaXXov zu übersetzen sein: Fell mit Goldflocken. Infolgedessen paßt die ge-gebene Erklärung auch auf den Widder, von dem in der Argonautensage die Redeist Denn dieses fabelhafte Tier wird in dem Sammelwerke der „Mu»o r p*poi ß (Aus-gabe von Westermann S. 18) als xp^p-aXXos xpiö; angeführt, d. h. als Widder mitGoldflocken. Auch von diesem kann man annehmen, daß er in goldführendem Flusseverendet, mit Gold in den Flocken gefunden und so der Gegenstand sagenhafterÜbertreibung wurde.
-) Aietes, König von Kolchis, dessen Tochter Medea den Jason heiratete.