I. Roheisen.
309
Säureindustrie nicht zu gebrauchen ist, während antimonhaltiges Bleigenügende Widerstandskraft hat, so steht es auch mit dem Eisen.
Das reine Metall hat hohen Schmelzpunkt: 1550° oder mehr —die Angaben sind verschieden. Man würde also bei der Darstellungsehr hohe Temperaturen, und zwar für den Massenbetrieb, herstellenmüssen, während man bei den kohlenstoffhaltigen Eisen mit wenigerauskommt.
Ferner ist das reine Eisen zu weich für alle die großen Ver-wendungen, die in Betracht kommen. Es läßt sich leicht mit derSchere schneiden und hat keine genügende Festigkeit.
Es dient nur in einem Zusammenhange, nämlich wenn manKupferdruckplatten galvanisch verstählt, in verschwindender Menge.Dagegen ist es wichtig, die Zusammensetzung und die Eigenschaftender Eisensorten, die allgemeine Benutzung finden, zu kennen. Unterdiesen sind typisch:
I. Roheisen, II. Schmiedeeisen, III. Stahl.
Sie unterscheiden sich schon äußerlich von dem reinen Eisen undnoch mehr durch ihr Verhalten.
Es folgen also die wesentlichen Eigenschaften von
I. Roheisen.
Wenn das Roheisen nur aus Eisen und Kohlenstoff besteht, sohalt sich die Menge des Kohlenstoffs zwischen 2 und 4,5 °/o. Dieseesamtmenge ist aber in verschiedenen Formen vorhanden, und zwar:1- als chemische Verbindung, z. B. als Karbide der angegebenenZusammensetzung, kristallinisch, aber auch als amorphe, weniger be-stimmte Verbindungen.
le Karbide entwickeln, wenn man das Eisen durch eine Säureautlost, Kohlenwasserstoffe, d. h. entweichende Oase.Kohl " ßerdem enthält das Roheisen mechanisch beigemengtenkohle S ki riStalHniSCh a,s Gra P hit oder amorph als sog. Temper-zur" k ^ bei der Auflösung durch Säuren in fester Form
Da nun bei Herstellung des Roheisens gewöhnliche Kohle
ver-
enaet wird, so geht daraus hervor, daß Eisen Kohlenstoff zu lösenund in veränderter Form wieder abzuscheiden vermag. In diesem^inne ist auch behauptet worden, man könne Diamant künstlich her-
e len, indem man die Ausscheidung von Kohlenstoff aus Eisen unternohem Druck erfolgen läßt. Doch würde diese Sache wohl schonwerter verfolgt worden sein, wenn sie durchführbar wäre.