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Vorlesungen über chemische Technologie
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B. Sicherheitszündhölzer.

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lassen die Sache vorläufig noch bestehen. Man findet Weißphosphor-hölzer in England, Frankreich, Italien usw. Auch Belgien fabriziertsolche Hölzer x ), während sie in der Schweiz ebenso wie in Deutschlandverboten sind.

Durch diese Verbote ist der Antrieb zu einer weiteren Entwicklungder ganzen Sache gegeben.

Denn bis auf weiteres scheint man bei uns angewiesen zu seinauf die

B. Sicherheitszündhölzer,

und es ergibt sich weiter, daß diese nicht allen Anforderungen genügen.Zunächst ist anzugeben, wodurch sich diese Hölzer von den mitweißem Phosphor hergestellten unterscheiden.

Die Zündmasse dieser sehr verbreiteten Sicherheitszündhölzer ent-hält immer Kaliumchlorat und außerdem noch andere Oxydations-mittel, z. B.:

( Kaliumchlorat . 32 Teile,Kaliumbichromat 12 «Mennige ... 32 <Schwefelantimon 24

drei Oxydationsmittel

und-ferner:

Im wesentlichen hat man also dabei auf die erste Art der Reib-zundhölzer, deren Zündmasse aus Kaliumchlorat und Schwefelantimonbestand, zurückgegriffen.

Wie gezeigt, fangen auch die Sicherheitszündhölzer beim Reiben"euer, aber schwierig. Die Zündmasse enthält keinen Phosphor. Derletztere spielt nur eine Nebenrolle auf der Reibfläche. Die wesentlicheNeuerung liegt in der Herstellung dieser Reibfläche, an welcher sich dieMasse besonders leicht entzündet.

Die Masse der Reibfläche besteht gewöhnlich aus:amorphem Phosphor .... 30 Teile,

Schwefelantimon...... 50 «

Braunstein ........ 13 «

Färb- und Klebstoffen .... 7 «St ff 0 ' 6 Reibfläche setzt sicn hiernach vorwiegend aus entzündlichenmitt T ZUSarnmen ' wie die Zündmasse vorwiegend aus Oxydations-en. Die Voraussetzung für die gleichmäßige Zündung ist also:

die R^ be ' de Massen sehr S ut vermischt und verteilt sind; dennBeruhrungsstelle ist eine kleine und dort müssen jedesmal die Be-engungen erfüllt sein;

) Vgl. Großmann, Chemische Industrie. 1910. 419.