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Zündwaren.
Fig. 71. Schneidwerkzeug zur Zündholz-fabrikation.
Harzreiche Holzarten sind Tannen, Fichten, Kiefern, kurz Nadel-holz; dieses wird in folgender Weise zubereitet. Das von Rinde undSplint befreite, passend hergerichtete Stück wird mit einer Art vonHobel zerschnitten, und zwar besteht diese eigens hergerichtete Schneide-vorrichtung, wie Fig. 71 erkennen läßt, aus einer Anzahl nebeneinanderbefestigter, schwach trichterförmiger Eisen mit sehr scharfen Rändern,welche, gegen die Hirnseite des Holzes gerichtet und fortgeführt, lauterrunde, lange Stäbchen — sogenannten Holzdraht — ausstößt.
Die langen »Drähte< werden wieder durch besondere Maschinenin kurze Hölzchen zerschnitten.
Da diese nun harzreich und an der Oberfläche etwas gepreßt sind,so nehmen sie kein Paraffin auf. Taucht man sie in geschmolzenesParaffin, so blättert dieses beim Erkalten wieder ab. Der Schwefel
dagegen bildet eine harteKruste und bleibt haften. Ge-hobelter Holzdraht eignetsich also zum »Schwefeln«.Harzarmes Holz ist, beiuns wenigstens, seltener.Namentlich Espenholz (po-pulus tremula) und danebenErlenholz kommt für diesen Betrieb in Gebrauch und wird anders zu-bereitet
Mit sogenannten Schälmaschinen wird der vorher geglättete Stammungefähr so abgeschält, wie er gewachsen ist, entsprechend den Jahres-ringen. Das weiche Holz gibt lange, genügend zusammenhaltende, zu-erst gebogene, aber sich gleich platt legende Blätter, die durch Schneide-vorrichtungen von mancherlei Art in vierkantige Stücke zerlegt werden.Diese sind in keiner Weise gepreßt und enthalten wenig Harz; sienehmen daher das Paraffin genügend auf.
So erklären sich zunächst diese Unterschiede. Paraffinierte Hölzchensind vorzuziehen, weil das Abbrennen des Schwefels immer eine ge-wisse Belästigung hervorruft. Nicht jede Holzart eignet sich ohneweiteres zum Paraffinieren. Auch harzreiches Holz ist zu paraffinieren,wenn man es vorher durch Dämpfen von Harz befreit. Aber diesist eben eine besondere Arbeit, die nicht leicht auszuführen ist, wenn dasHolz nicht brüchig werden soll.
Das leichte Zusammenpressen, während Harz im Holz ist, hat jaseinen guten Sinn. Die dünnen Stäbe erhalten dadurch die nötigeFestigkeit, welche andere Holzarten von selbst haben.
Im übrigen kann man jede Zündmasse, sowohl phosphorhaltige