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Salpeter und Salpetersäure.
95 °/o Natriumnitrat
2 % Kochsalz
_ _ „, ( Sulfate0,7 °/o{ .. ... .. ,
| Unlösliches
2,3 °/o Wasser; Spuren von Jodverbindungen.Die Mutterlauge der Raffinerien enthält 2V2—5 g Jod im Literund wird von einigen dort auf Jod verarbeitet oder sonst mit Kupfer-salzen gefällt und als Kupferjodür versendet.
Eine Reinigung des Hauptprodukts ist für die meisten Ver-wendungen nicht erforderlich, aber leicht.
Verwendungen. Aus Natriumnitrat macht man Salpetersäureund Kalisalpeter, welche beide die bekannte, große Benutzung, z. B.für Schießmittel und Sprengstoffe, finden.
Außerdem findet Chilisalpeter in größtem Umfange als stickstoff-haltiges Düngemittel Verwendung. Dieser Sticksoff ist assimilierbarwie derjenige des Ammoniaks; nur beobachtet man, daß größere Mengendes dabei vorkommenden »Perchlorats« (überchlorsaures Kali) denPflanzen schädlich sind. Man prüft daher, indem man außer der ge-wöhnlichen Chlorbestimmung noch eine zweite Bestimmung durchSchmelzen mit Blei macht und aus der Differenz die Chlorate be-rechnet.
Im ganzen wird das Salpeterlager sehr stark angegriffen, wiefolgende, seit 1825 — dem Jahre des Beginns der Ausbeutung —zusammengestellte Zahlen zeigen.
Tonnen Salpeter.Von 1825—1830 wurden jährlich aus
Südamerika ausgeführt etwa . . 935
1850 schon.......... 25 592
1870 ............ 147 170
1890 ............ 1 065 277
Damit schien eine bedenkliche Höhe erreicht, und es wurden Maß-nahmen ergriffen, die Ausfuhr zu verringern; doch betrug sie schonwieder
1893 ..... 943 570 Tonnen Salpeter,
1896 ..... 1 100 000 „ „ .
Jetzt werden etwa 2 Millionen Tonnen gefördert.Fast alles wird verschifft und im Auslande verbraucht, so daßDeutschland allein 600 000 Tonnen jährlich verbraucht und dafür über100 Millionen Mark zahlt. Von dieser Menge Salpeters verbrauchenwir etwa 450000 Tonnen für landwirtschaftliche und 150 000 Tonnenfür industrielle Zwecke.