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Vorlesungen über chemische Technologie
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Steinkohlen.

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aus den Pflanzen früherer Epochen stammt. Da jährlich in Europaüber 400 Millionen Tonnen Steinkohlen verbraucht werden, so kommen48 Millionen Tonnen Stickstoff in dieser Form zur Benutzung.

Wenn diese Menge von Stickstoff vollständig in Ammoniak über-ginge, so hätte man genug.

Die Sache erfährt aber bedeutende Einschränkung, weil beim Er-hitzen der Steinkohlen nur etwa ein Viertel von den darin enthaltenen12°/ 0 Stickstoff in Ammoniak übergeht, und noch viel mehr, weilbei der üblichen Art der Benutzung von Steinkohlen flüchtige Ver-bindungen, wie diejenigen des Ammoniaks, zum großen Teil verlorengehen.

Was den ersten Punkt betrifft, so kennt man die stickstoffhaltigenVerbindungen, welche in den Steinkohlen selbst vorkommen, nicht;man weiß nur, daß bei der trockenen Destillation stickstoffhaltige Ver-bindungen entstehen, und zwar erstens Ammoniak, dessen Wasserstoffa us der Steinkohle selbst oder aus Wasser stammt, zweitens organischeBasen (Anilin, Chinolin usw.) und drittens Cyan.

Solche trockene Destillation findet nun immer statt, wenn die Stein-kohlen erhitzt werden, also in jeder Steinkohlenfeuerung. Die flüchtigen^tickstoffverbindungen befinden sich in dem Gasstrome, welcher dielamme bildet, indem Kohlenoxyd und Kohlenwasserstoffe brennen;Sl e gehen mit dem Strome der Verbrennungsprodukte weiter zum Schorn-s ein und in die Luft, wenn keine besonderen Vorrichtungen zur Ver-dichtung eingeschaltet sind.

Danach beantwortet sich die Frage, welchen Anteil des aus Stein-onlen bei ihrer Benutzung entstehenden Gesamtquantums Ammoniakan gegenwärtig gewinnt, und wieviel davon verloren geht, etwa so: gewonnen wird dasjenige Ammoniak, welches bei der Verarbeitungder Steinkohlen auf Leuchtgas in den Gasanstalten entsteht; denndas Gas muß von Stickstoffverbindungen befreit werden, weilsonst bei der Verbrennung salpetrige Säure entsteht, welche be-lästigt ;

verloren geht das Ammoniak, welches in gewöhnlichen Feuerungenentsteht und mit dem Strome der Heizgase dem Schornstein bzw.der Atmosphäre übergeben wird.^ Außerdem werden nun die Steinkohlen verwendet, um Koks zu

hei"' dabd hat ma " frÜher d ' e Gase benutzt ' um die Öfen zu«huTr Während man ]etzt mehr und mehr darauf übergeht, Ammoniako-bc , estandteile de s Teers zu verdichten, wie es in den Gasanstaltengeschieht.