bemerklich machen, besonders wenn wenig Wasser vorhanden ist.100 Teile Calciumoxyd binden hierbei 32 Teile Wasser. Ist nichtaußerdem Wasser vorhanden, so kann die Erhitzung zu Entzündungführen und Zerspringen der Gefäße eintreten. Namentlich aber gibtdieses Verhalten für natürliche Vorgänge eine Erklärung. Nur wennRaum vorhanden ist, geht die Verbindung des Calciumoxyds mit demWasser ohne Nebenwirkung vor sich.
Das Produkt Calciumhydroxyd, Ca(OH) 2 , ist in Wasser weniglöslich: 100 Kubikzentimeter gesättigtes Kalkwasser enthalten bei 15°nur 0,132 Gramm Calciumoxyd.
Dennoch hat der Kalk die Wirkung eines Alkalis, weil sich leichtdie sogenannte „Kalkmilch" bildet, d. h. eine Suspension, die vielCalciumhydroxyd zur Wirkung bringt.
Calciumhydroxyd gibt erst bei 300° wieder Wasser ab; es wirdaber bei gewöhnlicher Temperatur von Kohlensäure angegriffen:Ca(OH) 2 + C0 2 = CaC0 3 + H 2 0
Calciumhydroxyd Kohlensäure Calciumkarbonat Wasser.
Daher findet sich in der Natur fast immer Calciumkarbonat da,wo vielleicht früher Oxyd oder Hydroxyd gewesen ist.
Entsprechend der verschiedenartigen Entstehungsart hat das Kar-
onat verschiedene Beschaffenheit. Wenn man von weniger wichtigen
orkommen dieses Karbonats absieht, z. B. vom Arragonit, so bleiben
vier, die praktisch eine große Bedeutung haben, und diese vier lassen
ic wieder in zwei Gruppen zusammenfassen, je nachdem sie kristalli
siert oder amorph sind.
Infolgedessen hat man:
uru PpeA: Marmor und Kalkspat, zwei kristallinische Arten vonCalciumkarbonat, und
^ruppe B: Kreide und Kalkstein als amorphe Arten,sofern' e ^^ beiden kom men in der chemischen Industrie nur in-eignet skid Verwendun S> a,s sie für andere Verwendung nicht ge-
m . u ^ dlC Ei S ensch aften, welche sie in anderer Weise wertvoll
machen, und über ihr Vorkommen gilt folgendes:
hart ri CT 1 y iarmor ' ein körnig-kristallinisches Calciumkarbonat, ist so
bearb U "t t ^ klein " kristallinisch , daß er mit den schärfsten Instrumenten
ar eitet werden kann und immer nur nach Maßgabe der ange-
SchTffi KmÜ nachgibt ' Infolgedessen nimmt er sowohl glatten
m als die ausgeprägtesten und feinsten Formen an. Dabei ist er
so widerstandsfähig gegen die Atmosphärilien, daß er die erhaltene
m durch Jahrtausende treu bewahrt, wenn nicht besonders un-