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Sauerstoff.
seinen Hauptverbindungen schon besprochen worden. Ebenso fandenMetallverbindungen, z. B. die des Zinks und des Magnesiums, schonmehrfach Erwähnung. Auch kommen solche im Zusammenhangeweiter vor.
Besondere Besprechung verlangen aber noch der Sauerstoff und dietechnisch wichtigen Verbindungen des Calciums.
Bei den Methoden zur Herstellung von Sauerstoff tritt wieder derVerwendungszweck als maßgebend hervor. Für einzelne Zwecke wirdSauerstoff möglichst rein verlangt, für andere kommt eine erheblicheBeimengung von Stickstoff nur rechnerisch in Betracht; endlich gibtes Verwendungen, die außer Sauerstoff auch Wasserstoff erfordern, sodaß die Darstellung beider Gase zweckmäßig miteinander verbundenwird.
Demgemäß bestehen wesentlich drei Verfahren:
Sehr reiner Sauerstoff wird, wie schon angeführt, durch Zerlegungvon Hyperoxyden erhalten. Als Hyperoxyd wird am besten dasjenigedes Bariums benutzt. Es entsteht, wenn bei 750° Luft über erhitztesBariumoxyd geleitet wird, und gibt bei niederer Temperatur und ver-mindertem Druck Sauerstoff wieder ab. Die Vorgänge sind also folgende:BaO + O BaO a
Bariumoxyd Sauerstoff (der Luft) Bariumhyperoxyd,
Ba0 2 = BaO + O
Bariumhyperoxyd Bariumoxyd Sauerstoff.
Für den ersten Vorgang ist Bedingung, daß der Baryt porös undhart ist, was durch Herstellung aus Bariumnitrat bei Glühhitze erzieltwird. Ferner muß die zugeführte Luft frei von Kohlensäure und vonStaub sein. Das ist schwieriger zu erfüllen; denn man muß die Kohlen-säure durch kaustischen Kalk und Ätznatron bei vollkommener Trocken-heit entziehen, so daß Staub leicht hinzukommt.
Nachher ist der Luftdruck auf etwa fünf Zentimeter Quecksilberzu ermäßigen, also der Sauerstoff aus den Retorten abzusaugen, nach-dem man durch Ventile den Zutritt der Luft abgestellt hat.
Man erhält ein Gas von etwa 98 °/o Sauerstoff mit wenig Stickstoff.Der Stickstoffgehalt ist meistens höher, wenn man, wie jetzt üblich,Sauerstoff aus verflüssigter Luft durch fraktionierte Destillation gemäßden Verfahren von Pictet und Linde herstellt. Einen reineren, demaus Bariumsuperoxyd ebenbürtigen Sauerstoff kann man aber aus Luftin einfacherer Weise, ohne vorherige Verflüssigung der Luft, gewinnen,wenn man,nach dem hauptsächlich von Hildebrandt durchgearbeitetenVerfahren, durch Wasser auf etwa 15° abgekühlte, sehr stark kom-primierte Luft (180 Atmosphären) zunächst durch den aus der Anlage