Herstellung der Leblanc-Soda.
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Man verliert ein bis mehrere Prozente Natriumverbindungen da-durch. Sobald die Masse im Ofen erweicht, muß mittels Krücken beieiner auf 1000° zu schätzenden Temperatur stark gearbeitet werden.Wenn die blauen Flämmchen des Kohlenoxyds erscheinen, wird »ge-zogen«, d. h. in Wagen von Eisenblech, welche vorrollen, hinein-gekrückt und in diesen erkalten gelassen.
Die Handarbeit wird erspart durch Drehofen (revolving furnaceoder revolver genannt), die als Hauptteil einen drehbaren, liegendenZylinder von 3,3 m Länge und 2,5 m Durchmesser, innerlich mitfeuerfesten Steinen ausgefüttert, haben. Dieser wird in Drehung ver-setzt, nachdem die vorgewärmte Masse eingetragen wurde.
Fig. 34. Drehofen für Soda.
•n den Zylinder schlagen die Feuergase eines Ofens hinein,erhitzen die Masse oberschlächtig und ziehen dann in ein Pfannen-gewolbe ab, wo sie noch zum Abdampfbetriebe dienen, ehe sie inden Schornstein abziehen. Figur 34 zeigt also den Drehofen alsMittelstück.
Nachdem die Masse im Zylinder etwa zehn Minuten durch Feuer-gase erhitzt worden ist, läßt man den Zylinder eine halbe Umdrehungmachen, was durch die mit seitlich angebrachtem Getriebe in Ver-bindung stehenden Rollen bewirkt wird. Die Rollen greifen inannelherte Rippen ein. Dann wird wieder fünf Minuten Ruhe ge-geben und von neuem gedreht. So geht es weiter, bis die Masse inriuB gerat, was nach etwa einer Stunde der Fall ist.