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Vorlesungen über chemische Technologie
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Schwefel und Schwefelverbindungen.

enthalten. Man glüht sie mit Eisennitrat und erhält dabei durchOxydation lösliches Zinksulfat.

Die Beschaffenheit der Rückstände abgerösteter Schwefelmetalleist also wesentlich.

Nunmehr ist näher zu zeigen, wie das in der erwähnten Weiseerzeugte Schwefeldioxyd benutzt wird. Die große Masse der Schwefel-kiese, das Element Schwefel und die Gasreinigungsmasse werden inder bezeichneten Weise auf Schwefeldioxyd verarbeitet, weil man ausdem letzteren Schwefelsäure macht. Das Abrösten der Zinkblendeaber hat zunächst einen anderen Zweck. Wenn man dieses Mineralin großem Maßstabe röstet, um Zinkoxyd für die Herstellung vonmetallischem Zink zu gewinnen, so ist das Schwefeldioxyd dabeiNebenprodukt. Nachdem dieses Nebenprodukt lange Zeit hindurchgroße Übelstände hervorgerufen hatte, weil man es in die Luft ent-weichen ließ und die Vegetation dadurch in einer Weise schädigte,wie dies bei sizilianischem Schwefel hervorgehoben wurde, wird esnun verarbeitet, und zwar besonders auf flüssiges Schwefeldioxyd,welches einige Verwendung gefunden hat. Bei der Verflüssigungkommt in Betracht, daß das Gas mit Luft gemengt ist. Man kannalso nicht gleich zum Ziele kommen durch Druck, sondern muß eserst von den Bestandteilen der Luft trennen. Diese Aufgabe, einemGasstrom, der ein Gemenge ist, und zwar Gemenge von Gasenoder von Gasen und Dämpfen, einen einzelnen Bestandteil zu ent-ziehen, und zwar vollständig zu entziehen, ist von allgemeiner Be-deutung. Ähnlich verhält es sich bei Schwefelsäure, wo entwederSchwefeltrioxyd oder Oxyde des Stickstoffs einem Gasstrom zu ent-ziehen sind und es kehrt auch sonst häufig wieder. Der Zweck wirdgewöhnlich erreicht, wenn man ein geeignetes Lösungsmittel für denzu entziehenden Bestandteil anwenden kann, also zunächst eine Lösungherstellt, in diesem Falle eine Lösung von Schwefeldioxyd, die natürlichdas Gas unverändert wieder abgeben muß.

Bei Herstellung der Lösung aber kommt es, wie gezeigt wurde,sehr auf die Umstände an, d. h. man braucht geeignete Apparate.Selten kann man im Fabrikbetriebe, so wie es im Laboratorium ge-schieht, den Gasstrom in das Lösungsmittel einleiten, weil dabei zuleicht Störungen vorkommen; vielmehr führt man den Gasstrom, ohnedaß er eine Absperrung erfährt, durch einen Raum, in welchem er mitdem Lösungsmittel in sehr innige Berührung gebracht wird. Zudiesem Zweck wird das Lösungsmittel in dem Räume verspritzt undverteilt.

Hier liegt der einfachste Fall vor. Das Lösungsmittel für Schwefel-