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Ester unbekannter Säuren bzw. Alkohole
sich durch einen sehr hohen Estergehalt aus und liefert Benzoesäure,ähnlich wie das Ylang-Ylangöl (Sch. 1882, 1, 7; 1894, I, 58; 1894, II, 10und 1897, I, 11).
Lauraceae.
Molle (Diss. Basel 1903—1904) untersuchte das ätherische Ol derLorbeerblätter (Laurus nobäis); es enthält Ester, als deren Säure unteranderen Essigsäure nachgewiesen wurde, außerdem finden sich wahr-scheinlich Valerian- und Capronsäure in einem Mischungsverhältnis von40 °/ 0 Valerian- und 60 °/ 0 Capronsäure. Ferner konnte Molle 0,07 °/ 0einer einbasischen, festen, ungesättigten Säure C 10 H 14 O 2 (zur Benzolreihegehörig?) isolieren, deren Smp. bei 146—147° lag; Molle ist zweifelhaft,ob diese Säure ursprünglich im Ol vorkommt.
Rosaceae.
Dopont und G-ueklain (C. r. 123 [1896], 700) studierten die Zu-sammensetzung französischer Rosenöle; diese stellten sich als wesent-lich verschieden vom bulgarischen heraus; sie fanden:
Franz. Ol
Franz. Ol
Bulg. Ol
1895
1896
Spez. Gew. bei 30°
0,8225
0,8407
0,8650
Opt. Dreh, bei 30° (100 mm)
- 6° 45'
- 8° 3'
- 3° 30'
Stearoptengeh.
35 %
26%
6-13 %
Das Stearopten wurde in zwei Kohlenwasserstoffe vom Smp. 39° und 24°zerlegt. Die flüssigen Anteile des Öles drehten — 10° 30', nach demVerseifen — 7 ° 55'. D. und G. sind der Ansicht, daß der Ester von wesent-licher Bedeutung für den lieblichen Geruch des Öles ist; als Alkoholkonnte Geraniol nachgewiesen werden, als Säure wurde eine solche vonsirupartiger Beschaffenheit erhalten.
Das Pelargoniumöl untersuchten 1894 Baebieb und Bouveault(C. r. 119, 281); sie fanden außer anderen Estern auch einen solchen einerSäure C 10 H ]6 O 2 , welche wahrscheinlich an Citronellol, Geraniol bzw. Linaloolgebunden ist.
Rutaceae.
Flatau und LabbE (Bl. III, 19, 361) haben das Pomeranzenschalen-und Mandarinenöl eingehender Untersuchung unterworfen; nachdem sieKohlenwasserstoffe und Aldehyde abdestilliert hatten, blieb ein Rückstand,den sie verseiften. Von der Säure wurden Salze dargestellt; sie nimmt4 Atome Brom auf, Smp. 94—96°. „On peut cependant dire que laprobabilitö pour une formule en C 21 a deux doubles liaisons, est tresgrande ötant donne' que les analyses de Ba et de Br, conduisent ä deschiffres tres voisins de cette formule." Man kann die Säure noch reinergewinnen, wenn man den Ester erst isoliert; er ist in Alkohol unlöslichund hat den Geruch der Öle.