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1 (1906) Allgemeiner Teil; Methanderivate
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Myrcen: Chemische Eigenschaften

am besten durch Destillation im Vakuum über metallischem Kalium er-folgt, jedoch können nach Semmlee geringe Mengen ohne Veränderungbei gewöhnlichem Druck destilliert werden. Auch van Rombuegh (vgl. Sch.1901, I, 11) gibt an, daß das Myrcen nicht so empfindlich gegen denSauerstoff der Luft ist.

Die chemischen Veränderungen, welche sich besonders durch Erwärmenin dem Molekül des Myrcens durch Einwirkung physikalischer Kräfte voll-ziehen, sind von Habbies und seinen Schülern studiert worden. Im Jahre1902 (B. 35, 3264) werden Versuche angegeben, welche dahin zielen ev.durch Polymerisation des Myrcens zu kautschukähnlichen Verbindungen zugelangen. Zu diesem Zweck wurde Myrcen im Rohr 4 Stunden auf 300erhitzt; bei der folgenden Fraktionierung unter 13 mm Druck geht bei50—100° unverändertes Myrcen oder Cyklomyrcen über (Eig. werdenweiter nicht angegeben), das Thermometer steigt alsdann schnell, schließlichsiedet a / 3 der Gesamtmenge, das Dimyrcen, von 160—200°; bei weiteremErhitzen tritt Zersetzung ein. Unterbricht man nunmehr die Destillation,so hinterbleibt ein Rückstand, das Polymyrcen. Dieses wird beimAbkühlen zähfest, schmilzt beim Erwärmen und ist in Benzol löslich.

Dimyrcen. Farbloses Ol, im Geruch an Myrcen erinnernd; Sdp.^bei 160—200°. Leitet man trockne salpetrige Säure in eine benzolischeLösung desselben ein, so entsteht ein dickes rotes Ol, welches beim Reibenallmählich erstarrt. Es ist dies das Dimyrcennitrosit; es kann durchLösen in Essigester und Fällen mit Äther gereinigt werden. Schön egelbe kristallinische Masse, Zersetzungspunkt liegt bei 163°;scheidet sich nicht vom Nitrosit „c" des Para-Kautschuks (vglB. 35, 3258). Dieses Nitrosit hat die Formel (C 10 H 15 N s O 7 ) 2 .her. 578, gef. in Aceton 516.

Polymyrcen. Obiges Polymyrcen wurde ebenfalls in benzolische rLösung mit trockner salpetriger Säure behandelt. Es entsteht das Poly*myrcennitrosit, im Äußeren dem Dimyrcennitrosit ähnlich, nur besser kristaU 1 'siert; schräge Tafeln aus Essigesterlösung vom Zersetzungspunkt 163°.

Reduktion. Semmlee führt (a. a. O.) S. 3126 die Reduktion desMyrcens mit Natrium und Alkohol aus; verfährt man hierbei in bekannte*Weise, indem man das Myrcen in absolutem Alkohol löst, die Lösung aD1Rückflußkühler zum Sieden erhitzt und in diese siedende Lösung allmählichdie doppelte Menge Na einträgt und alsdann mit Wasserdämpfen über-treibt, so erhält man das

CH 3 CH 3CCH

^ H S C, NCH 2

Dihydromyrcen C ]0 H 18 : R( j J CH .

es unter-

HaeeiES,

Molrgtf-

C

c

H :1

Sdp. = 171,5—173,5; d 20 = 0,7802; optisch inaktiv; n D = l,4 ß01.