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1 (1906) Allgemeiner Teil; Methanderivate
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Paraffine

die Konstitution als n-Heptan auf. Es fällt demnach die Entdeckungdieses Kohlenwasserstoffs vor 1872, seine Aufklärung dagegen in den Zeit-abschnitt 18721887. Dieser Kohlenwasserstoff ist unter den alipha-tischen Kohlenwasserstoffen einer der wenigen, die in einem ätherischenOl vorkommen und in ihrer Konstitution aufgeklärt wurde. (Siehe TabelleS. 327.)

Außer dem soeben besprochenen n-Heptan sind gesättigte flüssigeKohlenwasserstoffe der aliphatischen Keihe bisher in den ätherischen Ölennicht aufgefunden worden, dagegen hat man wiederholt feste Kohlenwasser-stoffe als Bestandteile ätherischer Öle konstatiert.

Paraffine.

Die Paraffine scheiden sich aus den ätherischen Ölen entweder schonbei gewöhnlicher Temperatur ab, oder aber man erhält sie in größererMenge oder überhaupt erst beim Abkühlen. Sie gehören zu denjenigenBestandteilen, die man mit dem Kollektivnamen Stearoptene bezeichnethat; daß diese letzteren nicht zu einer bestimmten Klasse von Ver-bindungen gehören können, ist von Hause aus einleuchtend; sie habennur das gemeinsam, daß sie mit Wasserdämpfen flüchtig sind, daher zuden ätherischen Ölen gehören, und daß sie bei gewöhnlicher oder etwasniedrigerer Temperatur fest sind. Es gibt Stearoptene, welche zur Klasseder Ketone gehören so z. B. der Kampfer, ebenso weisen die Alko-hole Stearoptene unter sich auf, z. B. das Menthol und Borneol, auchPhenole stellen Repräsentanten zu den Stearoptenen, z. B. das Vanillin,ja selbst Säuren können, wie wir oben sahen, Stearoptene sein. Nicht daskleinste Kontingent stellen zu dieser Körperklasse die aliphatischen Kohlen-wasserstoffe; dieselben können gesättigter und auch ungesättigter Natursein. Alle Stearoptene nun, welche zu der Klasse der aliphatischen Kohlen-wasserstoffe zu den Paraffinen im weitesten Sinne gehören,sind sämtlich äußerst wenig studiert; man kennt ihre Struktur nicht, jaman weiß sogar vielfach gar nicht einmal, ob sie gesättigt oder unge-sättigt sind. Bedingt wird diese geringe Kenntnis der Natur dieserStearoptene einmal dadurch, daß sie nur in geringen Mengen vorkommen,alsdann besonders dadurch, daß die Elementaranalyse vielfach im Sticheläßt, insofern, als die Unterschiede im Kohlenstoff- und Wasserstoffgehaltzwischen Verbindungen von der Zusammetzung C n H 2n + 2 und C n H 2Uäußerst geringe sind. Was das Vorkommen der Paraffine anlangt, so sindsie über das ganze Pflanzenreich verbreitet; was sodann den Pflanzenteilbetrifft, in dem sie vorkommen, so scheint es, als ob nur die über derErde befindlichen Pflanzenteile diese Paraffine liefern. Ganz besondershäufig scheinen die Paraffine in Blütenölen vorzukommen. Daß sie aberauf diese nicht allein beschränkt sind, geht aus dem Vorkommen imSassafrasblätteröl, Wintergrünöl usw. hervor. Die Besprechung dieser