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1 (1906) Allgemeiner Teil; Methanderivate
Entstehung
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Einwirkung der Metalle und ihrer Verbindungen auf Säuren bzw. Ester 191

*>enzophenon. Aber schon die Säuren hydrierter Ringe gehen schwierig,lind dann gewöhnlich um 2 Wasserstoffatome ärmere Kohlenwasserstoffe,Doch schwerer erhält man diese aus Säuren der Fettreihe. In allendiesen Fällen entstehen Ketone. Hatte man dagegen dem Säure-Kalk-gemisch Ameisensäure zugesetzt, so erhält man Aldehyde. Vielfach erzieltBian bessere Ausbeuten, wenn man von den Barytsalzen ausgeht und diese1IÜ Vakuum über freier Flamme destilliert. Geraniumsaurer und ameisen-saurer Baryt liefern auf diese Weise Citral nach folgender Gleichung:(C 9 H 15 COO) 2 Ba + (HCOO) 2 Ba = 2C 9 H ]5 CHO + 2BaCO s . Anderseits erhältlu au aus caprinsaurem + essigsaurem Kalk das MethylnonylketonC c,H lfl COCH 3 (Eautenöl): (C 9 H 19 COO) 2 Ca + (OH 3 COO) a Ca = 2C 9 H 19 COCH 3+ 2CaC0 3 . Zur weiteren Reinigung der entstandenen Aldehyde und■Ketone kann man dieselben fraktioniert destillieren oder aber durch dieoemicarbazone hindurch reinigen.

Das Magnesium gibt mit Halogenalkylen, namentlich Jodalkylen,^etallorganische Verbindungen, welche ihrerseits mit den Estern ebensowie mit Aldehyden und Ketonen unter Bildung von Alkoholen Verbindungenangehen. Diese von Geignakd untersuchte Reaktion vollzieht sich so,w ie wir bei den Aldehyden und Ketonen angegeben haben. Für den^"eraniumsäuremethylester haben wir z. B. folgende Umsetzung:

C 9 H 15 COOCH 3 + Mg<£ Hhieraus entsteht mit Wasser:

/OCH 3

C 6 H 15 C(-0-MgJ;

.OH

C 9 H 15 C'-OH + Mg<Y Xi + CH3OH.X CH 3 J

^ie Reaktion ist demnach ganz analog jener der Aldehyde, nur ist bei•len Estern das H der letzteren durch Oxyalkyl ersetzt.

Die Metalle der zweiwertigen Zinkgruppe — Zn, Cd, Hg — wirkenlß i metallischen Zustande auf Säuren angewendet in der Wärme häutigs auerstoffentziehend. Die Oxyde bzw. Hydroxyde oder Salze dieserMetalle liefern vielfach charakteristische Salze mit den Säuren. Besondersangehend sind die Zinksalze untersucht; sie weisen oft charakteristischen,geständigen Kristallwassergehalt auf. Auch die Kristallform der Zinksalzel8 t häufig den einzelnen Säuren eigentümlich. Zur Darstellung derselben§ e ht man ebenfalls am besten von genau neutralisierten Alkalisalzen derSäuren aus und fällt mit Zinkvitriollösung.

Die dreiwertigen Metalle sowie ihre Derivate sind für die0r ganischen Säuren und Ester ohne Bedeutung, vereinzelt finden sichAngaben über Aluminiumsalze.

Von den Bleiverbindungen ist zu erwähnen, daß die meisten organischenkäivren mehr oder weniger unlösliche Bleisalze liefern, so daß auf dieseWeise Trennungen vorgenommen werden können; die Löslichkeit der Blei-Sa lze ist besonders jener der Kupfersalze ähnlich. — Mit Bleisuperoxydlassen sich verschiedentlich Oxydationen vornehmen, so liefern namentlich