Druckschrift 
Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
Entstehung
Seite
440
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

^^^^fl^^^^Bn W^ >.*.,*.. m riWWnWWWiwwwftfWtfVWglhftfci JfWnfiuirfifm »

440 Aus vorseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.

L. Faktis.

I. Herstellung- und Eigenschaften.

UnterFaktis" versteht man Kautschuksurrogate, die ausfetten Ölen, insbesondere Leinöl, Rüböl, Kottonöl und Kicinusölentweder durch Erhitzen mit Schwefel (braune Faktis) oder durchEinwirkung von Chlorschwefel (weiße Faktis) hergestellt werden.Weiße Faktis sind schwach gelbliche, krümelige, elastische festeMassen von etwas ölartigem Geruch; braune Faktis sind dunkel-braun, dem Kautschuk ähnlich, aber leichter als dieser zerreibbar.

Die Bildung weißer Faktis geht unter Chlorschwefeladdition,die der braunen unter bloßer Schwefeladdition vor sich. DieKonstitution der Anlagerungsprodukte denkt man sich etwafolgendermaßen (Henriques, Angew. Chem. 1895, 691):

x CH CHC1

x-CH- CHC1 y J

x CH CH y

I I

S S

Weiße Faktis

Braune Faktis

x CH CH y

Weiße Faktis enthalten 68 % Schwefel und äquivalenteMengen Chlor, braune 1518 %, vereinzelt 46 % Schwefel.

Beide Arten von Faktis sind vollkommen verseifbar unterBildung geschwefelter Fettsäuren. Bei der Verseifung wirddas Chlor aus den weißen Faktis als Chlorwasserstoff unterBildung einer neuen Doppelbindung abgespalten.

II. Untersuchung.

Viele der im Handel vorkommenden Faktis enthalten außerSchwefel- bzw. Chlorschwefeladditionsprodukten noch anorganischeBestandteile, andere Mineralöle und die meisten nichtgeschwefeltefette Öle. Gute Faktis sollen nach Frank und Marckwald(Lunge-Böckmann 1905, Band III) höchstens 3 % Asche,nicht mehr als 1 % freien Schwefel und nicht über 5 % Mineralölenthalten. Die äußere Beschaffenheit soll krümelig, nicht schmierig

sein.Mine

GehsFaktwerdder

nachSalpZimtbis ;verdunteweiti

der 'wodi

3, IS

desti

und

lösm

Nied

Ben:

gewe

AnziMaß

stoff