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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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C. Seifen.

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2. Reaktionen der unverseifbaren Kohlen-wasserstoffe des Wollfettoleins.

a) Sie geben die Liebermann sehe und Hager-Sal-kowskische Reaktion mit voller Schärfe.

ß) Sie zeigen starkes Drehungsvermögen an + 18 bis -f- 28°(Mineralöle nicht über 2,2°).

y) Sie absorbieren erhebliche Mengen Jod. Jodzahl Waller6080. (Mineralöle meistens weniger als 6, selten über 14.)

Ein größerer Mineralölgehalt wird sich daher durch Erniedri-gung des Drehungsvermögens und der Jodzahl der unverseifbarenKohlenwasserstoffe der Wollfettoleine zu erkennen geben. Eine sehreinfache Prüfung auf Reinheit des Wollfettoleins bietet auch dieLöslichkeit in Alkohol. Mit Ausnahme eines stark paraffinhaltigenenglischen und deutschen Oleins lösen sich nämlich alle reinen Woll-fettoleine in gleichem Vol. 96 vol.-proz. Alkohol bei 20° auf, währendbei Gegenwart von wenigstens 20 % schwerem Mineralöl immerTrübung eintrat. Bei eintretender Trübung ist das Unlösliche zusammeln und nach den oben angegebenen Gesichtspunkten zu prüfen.

Nach S. Winterfeld und W. Mecklenburg läßt sichdie Alkoholprobe verschärfen, wenn statt Äthylalkohol ein Ge-misch von Äthyl- und Methylalkohol benutzt wird. Die Alkohol-löslichkeit der Wollfettoleinkohlenwasserstoffe entspricht etwa derLöslichkeit von Mineralölen. Der Brechungsexponent des alkohol-löslichen wie des alkohohmlöslichen Teiles dieser Stoffe liegt inner-halb der für Mineralschmieröle angegebenen Grenzen. Harzöl istdurch Erhöhung der Alkohollöslichkcit und des Brechungsexponenten(von <; 1,480 auf > 1,480) im alkohollöslichen Teil leicht nachzu-weisen.

Harz, das bisweilen zur Verfälschung zugesetzt wird,wird nach Moraswki qualitativ (reine, vom Unverseifbarenbefreite Ole'infettsäuren reagieren nicht mit Acetanhydrid undSchwefelsäure), quantitativ nach S. 152 bestimmt.

C. Seifen.

I. Technologisches.

Weiche Seifen, sog. Schmierseifen, sind Kaliseifen.Sie enthalten noch das gesamte abgespaltene Glycerin, überschüssigeLauge oder Fett, Salze und alle Verunreinigungen der Ausgangs-materialien. Das vielfach bevorzugte gekörnte Aussehen derSchmierseifen ist auf Kristallisationen von stearinsaurem undpalmitinsaurem Kali zurückzuführen.

Holde, 3. Aufl. 26