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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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398
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398 Aus verseifbaren Fetten und Wachsen hergestellte Produkte.

B. Wo! 1 öle.

I. Begxlffefeststellimg:.

UnterWollölen",Wollspickölen" oderWollschmelz-ölen" versteht man die von Wollkämmereien und Wollwebereienzum Einfetten der Wolle vor dem Spinnen und Weben oder auchzum Anfeuchten der Lumpen vor dem Zerreißen benutzten Öle.Als solche werden fette Öle, Ölsäure und namentlich auchEmulsionen von Öl und Ölsäure mit geringen Mengen Ammoniakoder Soda und Wasser, ferner auch Türkischrotöle und Seifen ver-wendet. Die fetten Öle sind bei geringwertigen Produkten z. T.durch Mineralöle ersetzt. Als minderwertige Wollöle gelten auchdie viel Unverseifbares enthaltenden Wollfettoleine und die so-genannten wasserlöslichen Mineralöle.

II. Anforderungen.

Von guten Wollölen verlangt man:

a) Sie müssen in der Walke leicht entfernbar sein.

b) Sie sollen möglichst wenig Wärme entwickeln, sowohlbeim Lagern wie bei der Verarbeitung des mit ihnen eingefettetenMaterials.

Die besten Wollöle sind die nichttrocknenden fetten Ölewie Olivenöl, Schmalzöl und Knochenöl. Ölsäure (Olei'n) istzwar auch in der Walke leicht zu entfernen und nicht feuer-gefährlich, greift aber die Häkchen der Streichmaschinen an,wodurch in dem Gewebe leicht Flecken entstehen.

Mineralöle, Harze und Harzöl lassen sich in der Walkeschwer entfernen und geben aus diesem Grunde zur Streifen-und Fleckenbildung Anlaß. Das gleiche gilt von halbtrocknendenund trocknenden fetten Ölen, die außerdem sich leicht selbst ent-zünden oder doch beim Verarbeiten auf der Streich- und Kratz-maschine infolge Wärmeentwickelung das Material beschädigen.

III. Feuergefährlichkelt.

Nach vorstehendem hat sich die Untersuchung hauptsächlichauf Zusammensetzung und Feuergefährlichkeit zu erstrecken.Erstere wird nach S. 330 und S. 395 (Olei'ne) vorgenommen.