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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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B. Wachse.

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u. a. z. B. früher die Cerotinsäure als C 25 H 60 O 2 oder C 27 H 51 0 2 an-gesprochen, so hat Henriques (Angew. Chem. 1898, 368)die Formel C 26 H 62 0 2 als richtig erwiesen. Walrat besteht haupt-sächlich aus Cetylpalmitat C 16 H 31 0 2 . C 16 H 33 , d. h. dem Esterder Palmitinsäure und des Cetylalkohols (Äthal) C 16 H 34 0.

Mit Ausnahme der flüssigen Wachse (Spermacetiöl undDöglingtran) geben alle Wachse beim Kochen mit alkohol. Kaliund nachherigem Wasserzusatz Trübungen bzw. Niederschläge,da die höheren Alkohole in der entstehenden wäßrigen Seifen-lösung schwer löslich sind.

Beim Erhitzen der Wachse tritt, da Glycerin fehlt, keinAcroleingeruch auf (s. jedoch Spermacetiöl). Die Verseifungs-zahlen sämtlicher Wachse sind infolge ihres hohen Gehalts anunverseifbaren Alkoholen weit niedriger als diejenigen der Glyce-ride (s. Tab. 68ff). Die für Fette ausreichende Verseifungszeitvon 1 / i Stunde bei Verwendung von 2 g Substanz genügt beiWachsen nicht, vielmehr ist mindestens einstündiges Erhitzenerforderlich.

II. Spezielle Eigenschaften flüssiger Wachse.

Geruch, Geschmack und einige Farbenreaktionen von flüssigenWachsen sind denen von Tranen, welche auch verwandten Ur-sprung haben, sehr ähnlich, so daß erstere bisweilen mit denTranen verwechselt werden. Zur Unterscheidung dient der hoheGehalt der Wachse an Unverseif barem, 3540 %, ferner ihrniedriges spez. Gewicht 0,875 bis 0,883 gegenüber 0,915 bis 0,937bei Tranen.

Während die festen Wachse mit Ausnahme des Wollfetteshauptsächlich aus gesättigten Verbindungen bestehen, stellendie flüssigen Wachse Verbindungen von ungesättigten Alkoholender Reihe C n H 2n O mit ungesättigten Fettsäuren dar, indessenhat F endler neuerdings im Spermacetiöl 1,32% Glycerin,entsprechend 13,2 % Glycerid, gefunden (Chem.-Ztg. 1905, 555).Die einzigen bisher bekannten flüssigen Wachse sind Spermacetiöloder Walratöl und Döglingtran. Ersteres wird aus dem Speckund den Kopf höhlen des Spermwales, Physeter macroeephalus,letzteres vom Entenwal, Hypcroodon rostratus, gewonnen.Chemisch sind beide Öle kaum voneinander zu unterscheiden.