B. Braunkohlenteer und seine Verarbeitungsprodukte. 267
sein. Ein Gehalt an Paraffin und paraffinölartigen Substanzengilt als Nachteil.
Zur chemischen Prüfung des Holzzements ist der Bitumen-gehalt durch Extraktion mit Benzol oder Chloroform festzustellen.Die benzollöslichen Anteile enthalten neben Bitumen Harz,Paraffin und gebundenen Schwefel. Das Bitumen wird durch seineUnlöslichkeit in absolutem Alkohol von den letzteren Stoffengetrennt, das Paraffin scheidet sich beim Abkühlen der alko-holischen Lösung aus, der Schwefel kann nach Gräfe bestimmtwerden.
In Benzol unlöslich bleiben mineralische, anorganische Stoffe,freier Schwefel und freier Kohlenstoff. Der Schwefel kann durchBehandeln des Rückstande smit Schwefelkohlenstoff, der Gehaltan freiem Kohlenstoff durch Glühen des gewogenen schwefelfreienRückstandes ermittelt werden.
Von physikalischen Prüfungen ist die Ermittelung desSchmelzpunktes nach Kraemer-Sarnow oder U b b e -1 o h d e (s. S. 255) wichtig. Die Klebkraft wird bestimmt durchAnoinanderkleben zweier Platten mit einer bestimmten MengeHolzzement und Auseinanderreißen der Platten in einem Apparat,der dem bei Zementprüfungen verwendeten ähnlich ist und eineMessung der zum Auseinanderreißen benötigten Kraft durchGewichte gestattet.
Die Streichfähigkeit wird mit einem kurzhaarigen, kräftigenkleinen Pinsel ermittelt; es soll dabei ein glatter Anstrich ohneRillen erzielt werden.
B. Braunkohlenteer
und seine Verarbeitnngs-produkte.
(Literatur: Scheit hauer-Muspratt, Paraffin und Mineral-öle. Graefe, Laboratoriumsbueh für die Braunkohlenteer-In-
dustrie.)
I. Verarbeitung der Braunkohle.
Während das Rohpetroleum und der Naturasphalt fertig ge-bildet in der Erde vorkommen, werden Braunkohlenteer, Schiefer-und Torfteer, Asphaltöl usw. erst durch trockene Destillation,