O. Abfälle der Erdölverarbeitung.
asphaltartig = 19,3 %; Benzolunlösliches 0,1 %, von gleichemAussehen wie Benzollösliches, enthielt Spuren Asche.
3. Freie Schwefelsäure: Die von unlöslichenPechstoffen befreite wäßrige Flüssigkeit wurde mit Waschwässernvereinigt, zu 1 Liter aufgefüllt; 50 ccm bei Gegenwart verdünnterSalzsäure heiß mit Chlorbaryum gefällt. (Barytsalze von Sulfo-säuren fallen aus salzsaurer Lösung nicht aus.)
Gehalt der ursprünglichen Probe an freier Schwefelsäure zu58 % ermittelt.
4. Sulfosäuren: 20 ccm der nach 3. hergestelltenwäßrigen Lösung mit 1 / 10 N.-Natronlauge bei Gegenwart vonPhenolphthalein titriert. Gefunden, auf ursprüngliche Probebezogen = 60,2 % freie Säure einschließlich Sulfosäuren, ber.als Schwefelsäure.
Da nach 3. nur 58 % Schwefelsäure zugegen, entfallen dieübrigen 2,2 % auf Sulfosäuren, deren Molekulargewicht und wirk-liche Menge, weil für die vorliegende Frage belanglos, nicht er-mittelt wurden.
5. Wasser: Wasser in erheblicher Menge qualitativdurch Destillation der ursprünglichen Probe bis 120° nachgewiesen,übergetrieben = 14 % einer wäßrigen Flüssigkeit (Wasser undschweflige Säure). Jedenfalls ist mehr als 14 % Wasser in derProbe zugegen, da ein Teil des Wassers von der Schwefelsäurezurückgehalten wird.
6. Sonstige Bestandteile: Nach Eindampfen von100 ccm der nach 3. erhaltenen Lösung und Abrauchen derSchwefelsäure blieben neben geringfügigen Mengen organischerStoffe etwa 1 % Eisenoxyd (auf ursprüngliche Probe bezogen)zurück.
7. Zusammenfassung der Ergebnisse. DieProbe ist kein Säureharz, sondern eine Abfallsäure der Mineralöl-verarbeitung, die etwa 58 % wasserfreie Schwefelsäure, etwa 19 %wasserunlösliche Säureharze sowie Wasser und wasserlöslicheVerunreinigungen enthielt.
d) Abfalllaugen. Die beim Auslaugen der gesäuerten Öleerhaltenen Abfalllaugen werden entweder beseitigt oder, soferndies lohnend erscheint, durch Kalzinierung regeneriert. In einigenFabriken werden aus diesen Laugen, welche neben freiem Alkaliund Salzen von Erdölsäuren bisweilen beträchtliche Mengen un-