236 Erdöl und seine Verarbeitungsprodukte.HC— CH — CH--------- nCH
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oder eine sonstige noch unbekannte Klasse von Verbindungenvorliegt, bedarf noch der Feststellung.
b) Koks. Wenn die Erdöldestillation so weit getrieben wird,daß selbst bei stärkster Unterstützung durch freies Feuer keineDestillate mehr übergehen — häufig wird nur bis auf Pech ab-getrieben — so hinterbleibt ein wegen seines geringen Aschen-gehaltes als Elektrodenmaterial für Bogenlicht sehr geschätzterKoks. Zwecks Prüfung desselben auf Leitfähigkeit schaltet manihn in den Stromkreis einer Glühlampe, bei Ermangelung einerelektrischen Lichtanlage in den Stromkreis einer elektrischenKlingel, die durch einen Akkumulator oder mehrere Elementebetrieben wird, ein. Glühen der Lampe bzw. Anschlagen derKlingel zeigt an, daß die untersuchte Probe leitend ist (vergl.Gräfe, Laboratoriumsbuch, S. 62).
c) Gase. Bei allen Destillationen von Mineralöl im Großbetriebbilden sich Gase, die man in größeren Betrieben zuweilen zurFeuerung der Destillationskessel benutzt; sie werden nach be-kannten gasanalytischen Verfahren untersucht.
II. Rafftnationsabfäl 1 e.
a) Säureharze. Beim Raffinieren der hochsiedenden Öle mitkonz. und rauchender Schwefelsäure, insbesondere beim Ab-scheiden des Asphalts aus dunklen Residuen, werden braun-schwarze harzige Stoffe ausgeschieden. Von diesen sogen. Säure-harzen lösen sich einzelne, z. B. die bei der Herstellung weißerVaselinöle erhaltenen, als Sulfosäuren in Wasser mit dunklerFarbe auf und können zur Herstellung wasserlöslicher Öle benutztwerden. Andere, z. B. die bei der Raffination von Wagenölen(Residuen) in Mengen bis zu 30 % erhaltenen pechartigen Abfälle,sind in Wasser wenig löslich; sie werden nach dem Auskochender freien Säure mit Wasser oder Abstumpfen mit Kalk entwederin dünneren Abfallölen aufgelöst, unter den Destillationskesselnverheizt oder durch Destillation über freier Flamme wiederum