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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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230
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Erdöl und seine Verarbeitungsprodukte.

Aus dem gleichen Grunde dürfen auch nicht oxysäureähnlicheund in Petroläther schwerlösliche Stoffe, die beim Kochen vonMineralölen, Montanwachs, Ozokerit usw. mit alkoholischer Laugeerhalten werden, ohne weiteres als in jenen Stoffen fertig gebildetangesehen werden (s. a. die hohen Jodzahlen 15—26 und Ver-seifungszahlen 28,6—34,3 der aus einem säurefreien, reinen,russischen Mineralöl abgeschiedenen Harze, Mitteilungen 1907,S. 145).

«) Älteres Verfahren nach Holde und Marcusson(Mitteilungen 1900, 147).

Etwa 20 g fein gepulvertes Pech werden in 80 ccm Äther so weitals möglich gelöst, die Hauptmenge der nicht säure- und esterartigenschwarzen Bestandteile wird dann mit 100 ccm absolutem oder 80 ccm96 proz. Alkohol gefällt und nach einigem Stehen unter Nach waschenmit Alkoholäther (1:1) filtriert.

In dem eingedampften, gewogenen und in Äther wieder gelöstenFiltrat werden unter Hinzufügen von wenig Alkohol Säure- und Ester-zahl, erstere unter Titration mit 1 / 10 N. alkoholischer Lauge, letzterenach Eindampfen der Lösung, % stündigem Kochen mit 25 ccm 1 / 1 N.alkoholischer Lauge und 25 ccm Benzol durch Rücktitration des über-schüssigen Alkalis mit Salzsäure bestimmt. Als Indikator wird einealkoholische 2 proz. Lösung von Alkaliblau 6b von Meister,Lucius & Brüning benutzt.

ß) Neueres Verfahren nach Marcusson. Dieser fandspäter, daß aus ätherischer Lösung der Fettpeche durch Al-kohol bei dem unter a) beschriebenen Verfahren verseifbare Stoffe(Laktone, innere Anhydride) mit ausgefällt werden, und daß manbedeutend höhere Esterzahlen in Fettpechen, aber auch etwaserhöhte entsprechende Zahlen in Erdöl- und Braunkohlenteer-pechen findet, wenn man die Esterzahlen nicht in dem alkoholisch-ätherischen Auszuge der Fettpeche, sondern direkt durch Ver-seifen der benzolalkoholischen Lösung bestimmt. Die Titrationder in Benzollösung mit dem gleichen Volumen 1 / 2 N. alkoholischerLauge eine Stunde lang gekochten Peche erfolgt nach Verdünnungmit erheblichen Mengen Alkohol unter Zusatz von mehreren ccmPhenolphthalein oder Alkaliblau 6b (3 %ige alkohol. Lösung).

Folgende Werte wurden für die Verseifungszahl nach demälteren und neueren Verfahren erhalten: