M. Vaselin.
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Mengen Ölsubstanz enthält und daß deren nähere Kenn-zeichnung zur festen Umschreibung des Verfahrens er-wünscht sei.
c) Paraffin aus Rohpetroleum hat ein wesentlich geringeresJodaufnahmevermögen (Jodzahl = 0 oder wenig höher) alsParaffin aus Braunkohlenteer, das höhere Jodzahlen, bis zumehreren Einheiten ansteigend, hat.
d) In Rücksicht darauf, daß gelegentlich schwefelhaltigesParaffin aus javanischem (?) Erdöl neuerdings im Handelvorkommen soll, welches durch den Schwefelgehalt des ab-tropfenden Paraffins silberne Leuchter schwärzt, wird inEngland eine einfache Prüfung auf Schwefel vorgenommen.Hierzu wird untersucht, ob eine in das geschmolzene auf etwa167° erhitzte Paraffin getauchte blanke Silbermünze geschwärztwird.
e) Sonstige Prüfungen von Kerzenparaffln auf Erstarrungs-punkt, Biegeprobe, Harz usw. s. S. 278).
Der Erstarrungspunkt von Paraffin aus Rohpetroleumwird heute in Österreich-Ungarn nur mit dem S h u k o f f sehenApparat bestimmt (L, Singer, Petroleum, 1909, 4, 18).
M. Vaselin.
(Literatur: C. E n g 1 e r und M. B ö h m , Dingl. polyt. Journ. 1886,Bd. 262, 468, u. ff. u. M. B ö h m , Dissertation, Karlsruhe 1887.)
I. Begriffsfeststellung.
Vaselin ist ein salbenartiges, farbloses oder hell bräunlich-gelbes Produkt der Erdölverarbeitung, das zu kosmetischen und alsSalbengrundlage zu pharmazeutischen Zwecken, als Schmiermittelund Rostschutz verwendet wird.
Man unterscheidet natürliches und künstliches Vaselin.Ersteres wurde früher fast nur aus amerikanischem Erdölgewonnen, indem die leichten Öle bis zur salbenartigen Kon-sistenz des Rückstandes abgetrieben wurden. Letzterer wurdemittels Knochenkohle oder konz. Schwefelsäure gebleicht und ent-weder einer Nachbleiche unterzogen oder destilliert.