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Untersuchung der Mineralöle und Fette, sowie der ihnen verwandten Stoffen : mit 92 Fig.
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Erdöl und seine Verarbeitungsprodukte.

Titration nach d 1 nicht die Menge des ursprünglich in den Seifendieser Säuren gebunden gewesenen Alkalis bestimmt erkennen,weil jene Säuren Alkali doppelt, nämlich in der Karboxyl- und in derSulfogruppe, zu binden vermögen, und die in den Boleg sehen Ölensich findenden oxydierten Harzsäuren auch erheblich mehr Alkaliaufnehmen, als einer einbasischen oder einatomigen Säure entspricht.Man muß in diesem Fall nach Marcusson neben der Menge deran Alkali im ursprünglichen Ol gebunden gewesenen Fettsäure Fs,die sich aus der Differenz der nach d 1 ermittelten Gesamtfettsäureund der ursprünglich vorhanden gewesenen freien Fettsäure ergibt,das gesamte an Fettsäure gebundene Alkali A durch Veraschung undUmrechnung der erhaltenen Karbonate auf das Metall berechnen.Aus diesem wird alsdann durch Addition von A zu Fs die ursprünglichvorhanden gewesene Seifenmenge berechnet.

Beispiel für d 2:

Die als freie Fettsäure vorhanden gewesene Fettsäure Ff ent-spreche einer Säurezahl S = 10.

Die freien und an Basen gebunden gewesenen Fettsäuren,welche nach c abgeschieden worden waren und insgesamt 15 gwiegen, entsprechen zusammen einer Säurezahl Sj = 30.

-------= 5 g und auf Jb

30 8

Dann entfallen auf die freie Säure

mithin 10 g.

Sind ferner 2 gAlkali, als Metall berechnet, gefunden worden,so sind etwa 10 + 2 g == 12 g Seife vorhanden gewesen.

Zur Entscheidung, ob man Verfahren d 1 oder d 2 anwendet,sind die abgeschiedenen Fettsäuren als Ölsäure, Harzsäure oderFettschwefelsäure zu kennzeichnen.

Hierbei ist zu beachten, daß Ölsäure flüssig ist, spez. Gew.< 1, Jodzahl 90 und Molekulargewicht 282 hat.

Fettschwefelsäuren haben hohen Schwefelgehalt, scheidensich, sofern sie in größerer Menge vorhanden sind, beim Ansäuernihrer Lösung mit Mineralsäuren als schwere Öle am Boden abund bilden für sich ohne Basenzusatz haltbare Emulsionen.

Harzsäuren sind harzartig zähe oder sehr dickflüssig, klebrigund haben spez. Gew. > 1.

Beispiel: In einem mit Wasser emulgierbaren sog. wasser-löslichen, in Wirklichkeit aber nicht völlig löslichen Ol, welches alsBohröl benutzt wurde, wurden 78 % Mineralschmieröl (hell), 9,8 %Gesamtfettsäure, hiervon 9,1 % an Basen gebunden und 0,8 % freieFettsäure, sowie 11,1% unter 100° siedende Bestandteile (Benzinund Alkohol) gefunden.