H. Schmieröle.
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Die Schmiermittel sollen die aneinander gleitenden Metall-flachen der Maschinen und Fahrzeuge vor direkter Berührung,Reibung und Abnutzung schützen und an die Stelle derReibung der Metalle auf einander die viel geringere innereReibung des Schmiermittels setzen. Je vollkommener dieseAufgabe unter den jeweiligen Temperatur-, Geschwindigkeits- undDruckverhältnissen gelöst wird, um so wertvoller ist in mecha-nischer Hinsicht das Schmiermittel. Inwieweit das mechanischhöherwertige Schmiermaterial auch zugleich das wirtschaftlichwertvollere ist, hängt vom Verhältnis des mechanischen Nutz-Werts zum Verbrauch und Preis des Schmiermaterials ab. Dermechanische Nutzwert konsistenter Fette steht wegen ihrer hoheninneren Reibung meistens hinter demjenigen der flüssigen Ölezweifellos zurück (vergl. S. 87).
Das Schmiermittel verhindert die Berührung der aneinandergleitenden Maschinenteile durch seine Fähigkeit, infolge seinermehr oder weniger zähflüssigen Beschaffenheit an den reibendenFlächen zu adhärieren und dem herrschenden Druck Widerstandzu leisten. Diese Eigenschaften darf das Öl nicht etwa durch Ver-dunstung, Eintrocknen in dünner Schicht oder durch chemischeEinwirkung auf Lager- und Zapfenmetall ganz oder teilweiseeinbüßen.
Das gute Anhaftvermögen pflanzlicher und tie-rischer Fette und Wachse an Metallflächen ist hinreichendbekannt. Knochenöl, Spermacetiöl und Olivenöl zeigen nur ge-ringe Veränderungen ihrer flüssigen Beschaffenheit in dünnerSchicht, während Rüböl unter gleichen Umständen nacheiniger Zeit klebrig wird. Um daher den Schmierwert fetteröle durch technische Untersuchung zu ermitteln, genügt ima llgemeinen —■ von Ausnahmefällen wird später die Rede sein— im Gegensatz zu Mineralölen die Ermittelung ihrer Reinheit,d. h. der Abwesenheit nichtfettartiger Stoffe und fremder minder-wertiger Ölzusätze wie trocknender, halbtrocknender Öle, Mineral-ole, Harzöle usw. Nichtfetta rtige Stoffe sind Wasser, mecha-nische Verunreinigungen, aufgelöstes Harz, freie Mineral-säure usw.
Während Zähigkeit und Anhaftvermögen der fetten Öle nurinnerhalb geringer Grenzen schwanken, zeigen die Mineralschmier-