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Rb. — Recessus epitympanicus.
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Fälle hierzu, wo es durch Giftwirkung (Er-gotismus) oder Gefäß Veränderungen (Arterio-sklerose, Thrombose) zum Verschluß der betr.Gefäße gekommen ist. Syn. symmetrischeAsphyxie bzw. Gangraen.
Bb. Chem. = Rubidium.
rot. Pharm. = rectificatus.
rotss. Pharm. = rectificatissimus.
B. D. [frz.] = Reaction de degenerescence(Entartungsreaction*).
Reaction [re zurück |: Die auf eine pri-märe Einwirkung (Actio, Reiz, Auslösungs-vorgang) erfolgende Gegenwirkung. Chem.Jede sinnlich wahrnehmbare Veränderung,die bei bestimmter Behandlung einer Sub-stanz, namentlich nach Zusatz einer anderen,eintritt. Cf. Reagens. Saure R. heißt dieEigenschaft von Säuren, blaues Lackmus-papier zu röten; alkalische R. die Eigen-schaft alkalischer Substanzen, rotes Lack-muspapier zu bläuen bzw. Curcumapapierbraun zu färben. Phys. Rückstoß ausströ-mender Flüssigkeiten oder Gase, -fähigheißt Chem. ein Körper, der mit vielen StoffenReactionen* gibt und leicht neue Verbin-dungen liefert, -zeit: Zeit zwischen Reiz-einwirkung u. Reaction.
Reaotivieren: Wieder activ* machen;z. B. ein complementloses Serum durchZusatz von frischem complementhaltigenSerum. Cf. inactiviert.
Reagens: Chemischer Körper, der, mitanderen zusammengebracht, eine Reaction*bewirkt, speciell eine solche, durch welchedas Vorhandensein dieser Körper nachge-wiesen wird. Plural: Reagentien. Cf.Indicator. -glas: Dünnwandiges, an einemEnde geschlossenes Glasrohr von ca. 15 cmLänge, in dem chemische Reactionen etc.ausgeführt werden. Syn. Probierglas, Eprou-vette.
Reagieren: Eine Reaction* zeigen.
Reagine: Bei Immunisierungsprocessenauftretende Reactionskörper.
Real [Pierre Francois, frz. Brennereibe-sitzer, 1757—1834] — R. Presse: Eine aufdem hydrostatischen* Paradoxon beruhendeVorrichtung zum Auslaugen unter Druck:ein Gefäß, in dessen wasserdicht schließen-dem Deckel eine bis zum oberen Ende mitWasser gefüllte Röhre steckt.
Realgar [arab.]: Arsendisulfid, As,S 4 .Syn. Arsenium sulfuratum rubrum.
Reatjmuk [Rene Ant. Febchault de, frz.Naturforscher, 1683—1757] vd. Thermometer.
Reblaus vd. Phylloxera.
Reo. Auf Recepten = Recipe*, bzw. =recenter (frisch).
Recaiäieb. [Jos. Claude Anthelme, frz.Gynaekol., 1774—1852] — R, Operation:Curettement des Uterus.
Recent [recens]: Erisch, kürzlich.
Recept [receptum das Gebräuchliche, all-gemein Angenommene; wahrsch. aus prae-ceptum Vorschrift (im Mittelalter preceptumgeschrieben) entstanden und nicht von Re-cipe* abzuleiten]: Vorschrift, Eormel vonMischungen oder Zubereitungen aller Art;im engeren Sinne schriftliche Anweisung
eines Arztes zum Arzneibezug aus einerApotheke.
Receptaculum [lat., von recipio auf-nehmen] : Alles, worin etwas aufgenommenwird. Behälter. Anat. R. ohyli: Cisternachyli. R. pedunoulorum: Kleinhirnbrük-kenwinkel. R. semin 1s: Tasche bei weib-lichen Tieren, bes. Arthropoden, zur Auf-nahme der bei der Begattung empfangenenSpermatozoen.
Receptive Substanzen (Lanöley) : DieBestandteile der Zellen, die auf Einwirkungchemischer Stoffe u. nervöser Reize rea-gieren u. ihrerseits den Zellstoffwechselbeeinflussen.
Receptoren (Ehrlich) : „BestimmteMoleculargruppen des lebenden Protoplas-mas, welche die Haftung der Nahrungs-stoffe, Gifte etc. vermitteln u. die wahreUrsache der Empfänglichkeit (Receptibilität)des Organismus gegen ein bestimmtes Giftbilden". Es sind also Molecülgruppen deslebenden Protoplasmas, an die eine fremde,neu eingeführte Gruppe (Toxine von Bak-terien, Zerf allsproducte der roten Blutkörper-chen etc.) angreift. Cf. Seitenkettentheorie,Haptine. — Die R. I. Ordnung (fürToxine) besitzen nur 1 specifische hapto-phore Gruppe, die sich mit der haptophorenGruppe der Toxine verbindet. Hierzu ge-hören die Antitoxine. Die R. IL Ord-nung (u. a. für Nahrungseiweißmolecüle)besitzen außer einer haptophoren Gruppe,welche die Verankerung besorgt, noch einezweite spezifische (zymophore) Gruppe,welche die fermentative Zerlegung des ver-ankerten Molecüls bewirkt. Hierzu gehörendie Agglutinine u. Praecipitine. Die R.III. Ordnung (für Lysine) enthalten einehaptophore Gruppe, welche die Veranke-rung der Zerfallsproducte der Bakterien,roten Blutkörperchen etc. besorgt, und einezweite Gruppe, die nicht schon (wie bei denR. IL Ord.) für sich fermentartig wirkt,sondern nur die Fähigkeit hat, ferment-artige, im Blute kreisende Körper, die sog-.Complemente, an sich zu reißen. Erst da-durch wird der verankerte Stoff weitererZerlegung u. Nutzbarmachung f. die Zellezugänglich. Sie heißen daher Ambocep-toren*, während die R. I. u. IL Ordnungals Uniceptoren zusammengefaßt werden.Cf. Haptine, Chemoceptoren.
Receptorisohe Fasern: Centripetale F.
Reoeptur: Anfertigung von Arzneiennach ärztlicher Anweisung. Cf. Recept.
ReoesslV [recedo zurückgehen]: Zurück-tretend. Cf. Mendel.
Reoessus, us [lat. verborgener Ort,Winkel]: Anat. Ausbuchtung, Einsenkung,Vertiefung. R. oochlearis: Unter demhinteren Ende der Crista vestibuli. R. duo-denojejunalis: Links von der Flexuraduodenojejunalis. R. elliptious: Hintenoben von der Crista vestibuli. R. epi-tympanicus: Oberer Trommelhöhlenraum;Nische oberhalb des Trommelfells, die sichvon unten her in die Substanz der Squamatemporalis einschiebt, und in die Hammer-