Druckschrift 
Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
Entstehung
Seite
917-918
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

917

Ohnmacht Olekranon.

918

Querschnitt (nämlich 1 qmm) 14-521 Grammbeträgt. Es entspricht 1-063 S.E.

Ohnmacht: Plötzlicher, gew. bald vor-übergehender, auf Q-ehirnanaemie beruhen-der Schwächezustand, verbunden mit Be-wußtlosigkeit. Cf. Lipothymie, Lipopsychie,Deliquium animi, Synkope, Eklipsis.

Ohr: Im weiteren Sinne = Gehörorgan,im engeren Sinne = Ohrmuschel. ÄußeresO. = Ohrmuschel -f- äußerem G-ehörgang.Inneres O. = Labyrinth. Cf. Mittelohr.

Ohr- -bad: Anfüllung des äußerenGehörgangs mit lauwarmen Wasser odermedicamentösen Flüssigkeiten, -blutge-schwulst: Bluterguß zwischen dem Knor-pel der Ohrmuschel und seinem Perichon-drium; entweder Folge von Mißhandlung(bei Irren, Faustkämpfern) oder von de-generativen Processen im Ohrknorpel selbst.Haematoma auricidae s. Othaematoma. -ca-nal: Embryol. Verengte Stelle des embryo-nalen Herzschlauches zw. Vorhof u. Kam-mer, -geschwulst von Nepal: Im DorfeNilkantha in Nepal endemische ßeschwulst-bildung an der äußeren Seite der Ohr-muschel, -husten: Husten, der vom äußerenGehörgang aus (durch Reizung des R.auricularis n. vagi bzw. sensibler Trige-minusfasern) ausgelöst wird, -katheter:Katheter, der durch die Nase an die Bachen-öffnung der Ohrtrompete gebracht wird u.dazu dient, Luft bzw. eine medikamentöseFlüssigkeit ins Mittelohr zu bringen, -la-byrlnth vd. Labyrinth, -läppohen: Fett-haltiger Hautlappen am unteren Ende derOhrmuschel. Lobulus auriculae. -muschel:Der äußerlich sichtbare Teil des Ohrs.Aurieula. -speoulum: -trichter. -Speichel-drüse: Große Speicheldrüse an der Außen-fläche des M. masseter, die vom Jochbogenu. Gegend des äußeren Gehörgangs biszum Kieferwinkel reicht u. ihr Secret durch. den Ductus parotideus nach der Mundhöhlesendet. Glandula parotis. -trichter:Trichterförmiges Instrument zur Besich-tigung des äußeren Gehörgangs, Trommel-fells, ev. auch Mittelohres. Cf. Siegle.-trompete: Röhrenförmiger Gang, dervom Mittelohr zum obersten Teil desSchlundes führt. Syn. EusTACHi'sche Röhre,Tuba auditiva- -wurm: Forficula auri-cularia.

Ohren-----fluß: Ausfluß von Flüssigkeit

aus äußeremGehörgang bzw.Mittelohr; eitrig,schleimig, serös, blutig oder gemischt. Syn.Otorrhoe. -probe (Wrkden 1868, Wendt1873): Probe zur Entscheidung, ob einKind bei der Geburt gelebt hat. Beruhtdarauf, daß die Paukenhöhle bei einemreifen Foetus mit einer gallertig geschwol-lenen Schleimhaut angefüllt ist, die sichnach kräftigen Inspirationen wesentlich zu-rückbilden soll. Syn. Paukenhöhlenprobe.-schmalz: Das gelbbräunliche Absonde-rungsprodnct der Talg- und -sohmalz-drüsen des äußeren Gehörgangs. Letztere,sog. Knäueldrüsen*, liefern wahrsch. vor-zugsweise Pigment u. Geruchstoffe, erstereden Fetteil des 0. Oerumen bzw. Glandulae

ceruminosae. -Schwindel: Vom Ohr aus-gehender Schwindel, bedingt durch Er-krankungen des Ohres, nam. des Labyrinths(cf. Meniere), durch Ohrschmalzpfröpfe,Fremdkörper, Einspritzen von kaltem Was-ser etc. -splegel: Ohrtrichter, -zwang:Otalgie.

Oldiomykose: Durch Oidium erzeugte(Haut-)Erkrankung.

Oidium [ow Ei, eiSofxai aussehen]: DieKonidienform von Erysibaceae; früher f.selbständige Gattung gehalten. O. albi-cans : Saccharomyces albicans. O. laotls;In ungekochter, bes. saurer, Milch. O.Sohoenlelnil: Achorion Schoenleinii. O.Tuckeri: Konidienform von Uncinulaspiralis ; verursacht den Mehltau u. Beeren-bruch des Weinstocks.

OlDTMAHH O. Purgatlv*: Geheim-mittel, dessen wirksamer Bestandteil Gly-cerin ist. O. Spritze: Eine kleineMastdarmspritze. (Fig.)

01kO|phobie: Furcht vor demHause,vor der Häuslichkeit.

Okta| dekan: Kohlenwasserstoff vonder Formel C 18 H 88 .

Oktaktinia: Fiedercorallen; eineOrd. der Anthozoa mit 8 gefiedertenTentakeln. Syn. Alcyonaria.

Oktan: Kohlenwasserstoff von der FormelC 8 H 18 .

Oktave: Ton, dessen Schwingungszahldoppelt so groß ist wie die des Grundtons.

Oktopus \novg Fuß]: Seepolyp, Polypder Alten, Unterord. Oktopoda, Achtfüßer,der Cephalopoda.

Oktosen: Zucker* von derFormelC 8 H 16 0 8 .

Oktyl: Das einwertige Radical des Ok-tan, C 8 H 17 .

Olea: 1. Bot. [lat. von iXaia]: Ölbaum,Olivenbaum, Farn. Oleaceae, Reihe Con-tortae. O. europaea liefert Oleum Olivarum.

2. Pharm. [Plural von Oleum*]: Öle. O.aetherea s. essentialia: Aetherische*Öle, Essenzen*. O, expressa s. plnguia:Fette öle. Fette, die bei gewöhnlicher Tem-peratur flüssig sind; meist durch kaltesPressen von Pflanzensamen erhalten.

Oleander vd. Nerium. Oleandrln:Giftiges Glykosid im 0. Oleandrismus:Vergiftung durch 0.

Oleate: Chem. Salze der Ölsäure. Pharm.Lösungen von Metalloxyden und Alkaloidenin Ölsäure. In Amerika u. England stattSalben benutzt.

Oleflne [frz. oleßant ölbildend, von oleumÖl und fieri entstehen; weil das dazu ge-hörige Aethylen mit Chlor zusammen dassog. öl der holländischen Chemiker bildet]:Kohlenwasserstoffe der Aethylenreihe. Siebesitzen die Formel C n Hj n .

Olein: Glycerid der Ölsäure; C S H S (0.CisH 33 0) 3 . Syn. Triolein. In der Industriewird jedoch zuweilen auch die freie Öl-säure (Oleinsäure) darunter verstanden.

Olekran arthrokaoe: Tuberkulöse Ent-zündung des Ellbogengelenks.

Olekranon [aus to xqävov tfjg mXivrjs, KopfdesEUenbogens]: Ellbogenhöcker; der starke