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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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913-914
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Oculopupilläres Syndrom Ölfrühstück.

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treffend. O. Syndrom: Miosis, Ptosis, En-ophthalmus (ev. auch erhöhte Temperaturu. Anhidrosis der betr. Gesichtshälfte) alsFolge von Sympathicuslähmung. Syn.Claude BERNARD'sches, HoaNER'sches, Hut-CHiNSON'sches S., Syndrome oculaire-sym-pathique. Cf. Klumpke.

Ocytooique [frz. von cixvg schnell, töxosGeburt]: Die Geburt beschleunigend.

Od [als Lautzeichen f. ein alles in dergesamten Natur mit unaufhaltsamer Kraftrasch durchdringendes u. durchströmendesDynarnid" gewählt im Anschluß an Odin,Wodan] (K. v. .Reichenbach): Eigentümliche,zw. Elektricität, Magnetismus, Wärme u.LichtstehendeNaturkraft, diesichz.B.durchLeuchten von Krystallen im Dunkeln äußertu. nur von ganz bestimmten, bes. fein or-ganisierten (sensitiven") Personen wahr-genommen werden kann. Bestritten.

Odaxesmus [öcfaf jj<j,uo?, von ödaff« beißen,stechen]: Das Beißen, Brennen, Stechen,bes. des Zahnfleisches bei Dentitio difficilis.

Odda (v. Merino) : Nährpräparat fürSäuglinge aus Eidotter, entfetteter Milch,Kakaobutter, Mehl, Molken.

odes [-a>(%]: Eine Endung, welche eineFülle anzeigt. In manchen Fällen ist sieaber durch Zusammenziehung von oeufrjgentstanden (z. B. in haematodes) und be-deutet dann dasselbe wie -ides*.

Odin agoga [Atfis Geburtsschmerz]: We-hen befördernde Mittel.

Qdontagra, Odontalgle [idovs Zahn]:Zahnschmerz.

Odonthelo [fjXoi Nagel, Buckel]: Dentikel.

Odontine [willk.l:Zahntinctur, Zahnseife.

Odontinoide = Dentinoide. Cf .Odontom.

Odont itis: Zahnentzündung.

Odonto- -talasten: Den Osteoblastenanaloge Bildungszellen des Zahnbeins ind. äußersten Schicht d. Zahnpulpa. -gen*:Von den Zähnen ausgehend, -genle*: Zahn-bildung, -ides*: Zahnartig. Cf. Processus.-lith: Zahnstein, -logie: Lehre von denZähnen.

Odont|om(a): Zahngeschwulst; ge-schwulstartige Mißbildung an Zähnen, diegew. aus Dentin- u. Pulpagewebe besteht.Weiter jede aus der Zahnanlage hervor-gehende Geschwulst. O. ooronarium, O.r&diculare: 0. an einer Zahnkrone bzw.Zahnwurzel. Cf. Dentalosteom, Dentinoid,Adamantinom.

Odontornitb.es \oQing Vogel]: Zahnvögel;ausgestorbene Vögel mit bezahnten Kiefern.

Ödontose: Zahnbildung. Syn. Dentition.

Odoramenta[lat.]: Riechmittel.

Odor hlrclnus [lat.]: Bocks-geruch; der Schweißgeruch in derAchselhöhle.

Odorijmetria = Olfactometrie.

O'BWIEB [Jos., Arzt in NewYork, 184198] vd. Intubation.O. Mundsperrer* vd. Figur.

Odynagoga vd. Odinagoga.

-odynie [cnfwt] Schmerz]: Be-zeichnet in Verbdg.: Schmerz, schmerzhafteAffection.

Odynojphagie:SchmerzhaftesSchlucken.

Oedem(a) [o'idtj^a Geschwulst, von oUämschwellen]: Ansammlung von wässriger,eiweißhaltiger Flüssigkeit in Gewebslücken,bes. bei Kreislaufstörungen, Nierenleiden,neuropathischen Einflüssen, örtlichen Ent-zündungen. Cf. Hydrops, Anasarka, Glottis-,Lungen-, Myxoedem. Oe., aout-purulen-tes (Pirogow): Putride* Phlegmone. Oe.fugax: Flüchtiges Oe.; vorübergehendesOe. der unbedeckten Teile bei Kälte oderHitzeeinwirkung; oft bei Chlorose. Oe.malignnm: Mit jauchiger Entzündung,Gangrän u. Gasbildung einhergehende Phleg-mone, die durch spezifische Erreger (Ba-cillus oedematis maligni) verursacht wird.Zuweilen (incorrect) auch Syn. f. jede pu-tride* Phlegmone.

Oedemo blaue: Oedem bei Hysterie, wo-bei d. Haut blaß u. blutleer ist. Oe. blanodouloureux: Phlegmasia alba dolens. Oe.blen (Charcot, Grasset) : Schmerzhafte, prall-elastische Anschwellung der Haut, die zu-gleich bläuliche bis schwarze Verfärbung u.Temperaturerniedrigung zeigt, an gelähmtenoder contracturierten Gliedern Hysterischer,

Öffnungswinkel: Winkel, den die vonder Mitte bzw. dem Achsenpunkt) des Ob-jects nach den Rändern der Linse (Blende)gezogenen Strahlen bilden. Syn. Apertur.

Oehl [Eüsebio, Anatom, Pavia, 18271903] Oe. Schicht: Stratum lucidum.

Oeko|logie [ohog Haus, Heimat]: Lehrevon den Existenzbedingungen, vom Stoff-u. Energie-Haushalt, von der Lebensweised. Organismen, resp. von ihren Beziehungenzur Umgebung. Of. Biologie.

Ölbaum vd. Olea.

Ölbildendes Oas: Aethylen, weil esmit Chlor eine flüssige Verbdg. von öligerConsistenz bildet.

Öloysten: Mit ölartiger Flüssigkeit ge-füllte Cysten, die durch Erweichungspro-cesse in Lipomen und Dermoiden entstehen.

Öl der holländischen Chemiker =Aethylenchlorid.

Öle [von eWoj/, oleum] : Organische, anKohlen- u. Wasserstoff reiche, (mit wenigenAusnahmen) bei gew. Temperatur flüssigeKörper von mehr oder weniger dicker(öliger") Consistenz, die sich mit Wassernicht mischen, auf demselben wegen ihresgeringeren spec. Gew. schwimmen, Papierund Gewebe durchdringen und dieselbendurchscheinend machen (Fettflecke). FetteÖ.: Glycerinester einiger höherer Fettsäuren(bes. Ölsäure). Trooknende Ö.: Fette ö.,die in dünner Schicht an der Luft ausge-breitet, zu einer festen, zähen Masse ein-trocknen; z. B. Lein-, Mohn-, Kürbis-, Hanf-,Ricinus-, Crotonöl. Cf. aetherische u. em-pyreumatische Öle, Oleum, Olea.

Ölfrühstück: Einführung von ca. 200comOlivenöl (Volhard) bzw. einer 2 % Lösungvon Ölsäure in Olivenöl (Boldirew) in dennüchternen Magen, worauf nach V« Stunded. Mageninhalt ausgehebert wird. In diesemfindet sich dann (durch Regurgitation) auchPankreassaft, Galle u. Darmsaft.