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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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863-864
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Nagana Narbe.

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Nagana [einheim. Namekraftlos"]:Tsetse-Krankheit.

Nagel [W.. Physiol., Rostock, 1870-1911] N. Proben: Farbenproben zurPrüfung des Farbensinns. Bestehen ausKärtchen, auf denen die leicht verwechseltenFarben in kreisförmiger Anordnung neben-einander gestellt sind. Cf. Anomaloskop.

Nagel, eingewachsener vd. Unguis in-earnatus. -bett: Der Teil der Cutis, aufdem der Nagel liegt. -extenslon(Codivilla 1903, Steinmann 1907): Ex- | |tension gebrochener Gliedmaßen, wo-bei der Zug an einem durch den

W

D

Knooj»en getriebenen Nagel directangreift. (Fig.) -falz: Pannen-förmige Vertiefung der Haut, inwelche beiderseits der Seitenrand(sowie der hintere Ran d) des Nagelseingefügt ist. -matrix*: Hinter-ster Teil des Nagelbettes, in demdie Nagelwurzel steckt. Von hieraus findet hauptsächlich das Wachstumdes Nagels statt. Andere Autoren nennendas ganze Nagelbett Nagelmatrix, weil auchhier ein Wachstum des Nagels, nämlich indie Dicke, stattfindet, -wälle: Die beidenWülste, welche das Nagelbett seitlich begren-zen, -warzel: Der hinterste Teil d. Nagels.

Nagetiere vd. Rodentia.

Nahpunkt des Auges: Der Punkt, biszu dem bei höchster Anspannung der Ac-commodation noch deutlich gesehen werdenkann. Punctum proximum.

Nahrung:Ein Gemisch von Nahrungs-stoffen, Nahrungsmitteln u. Genußmitteln,das den Körper auf seinem stofflichen Be-stand erhält oder ihn in einen gewünschtenstofflichen Zustand bringt." (Munk). -dotter:Der Teil d. Dotters*, der nur zur Ernährungd. Keimes dient. Syn. Deutoplasma. Cf. Bil-dungsdotter, -mittel: Ein in der Natur vor-kommendes oder technisch hergestelltes Ge-menge von zwei oder mehreren Nahrungs-stoffen; z. B. Fleisch u. Eier, Milch, ander-seits Butter, Käse, Brot, -saft: Chylus.-Stoffe:Alle chemischen Substanzen, dieeinen für die Zusammensetzung des Körpersnotwendigen Stoff herstellen oder dessenAbgabe verhüten bzw. einschränken oderendlich eine Kraftquelle für die Leistungendes Körpers bilden." (Munk). Wasser, an-organische Salze, Eiweiß- u. Leimstoffe,Fette, Kohlehydrate, Sauerstoff.

Naht: Vereinigung von Wundränderndurch Verbände, Heftpflaster etc. (sog. un-blutige N.) oder durch Fäden, die mittelseiner Nadel hindnrchgestochen u. dannverknotet werden (sog. blutige N.). Su-tura*. Cf. Klammer-, Knopf-, Kürschner-,Matratzen-, Perl-, Platten-, Schnür-, um-schlungene, Zapfen-N., sowie Sehädelnähte.-knocken = Schaltknochen, -neuralgie(Benedikt) : Eine auf die Gegend der Schädel-nähte beschränkte Form des Kopfschmerzes.

Naja [latinisiert von noya, dem Namender Schlange auf Ceylon]: Brillenschlange.Gattung Elapidae. N. haje: ÄgyptischeBrillenschlange, Kleopatraschlange, Aspis.

N. trlpudians: Gemeine Brillenschlange,Cobra de Capello; in Ostindien.

Namenzwang: Das zwangsmäßige, mitAngstgefühlen verbundene Suchen nachvergessenen Namen oder Worten, daszwangsmäßige Sichaufdrängen bzw. Wieder-holen von Worten, die Angstgefühle beimAnblick bzw. beim Aussprechen gewisserWorte. Syn. Onomatomanie.

Nanismus [<'«Vos Zwerg]: Nanosomie.

Nano- cephalie: Mikrocepbalie*.-melie*: Zwerghafte Bildung der Glied-maßen, -somie*: Zwergwuchs; abnormeKleinheit des ganzen Körpers bzw. einzel-ner Teile.

Nanus: Zwerghaft.

Napellin: Dem Aconitin* nahe stehen-des Alkaloid, das bei Spaltung desselbenentsteht. C,4H 37 N0 10 -

Napha [wahrsch. aus NapJitha entstan-den] vd. Oleum, Sirupus.

Napht(h)a [p«<p&a, entweder von vr\ nichtu. aniio fassen, also was nicht gegriffenwerden kann oder darf, flüchtige Substanz(Krads) ; oder von orientalisch nafatha aus-sickern] : Jedes leicht flüssige, brennbareErdöl. Auch syn. für Benzin u. Äther(Schwefelnaphtha). Früher bezeichnete.mandamit auch einige künstliche, sehr dünn-flüssige u. stark riechende Substanzen; z. B.N. Aoeti, Essigäther, N. Vitrioli, Äther.

Napht(h alan vd. Naftalan.

Napht(h)alin(um) (DAB, Austr., Helv.):Ein im Steinkohlenteer vorkommender,antiseptisch wirkender Kohlenwasserstoff;C 10 rJ 8 . Es besteht aus 2condensierten' -Benzolkernen :

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. sckeinatisch:

Napht(h)alol: Napht(h)olum salicylicnm.

Napht(h)ionsäure: Eine Naphtylamin-sulfosäure. C 10 tic(NHj)(SO 3 H), («j : «,).

Napht(h)oesäuren: C 10 H,.CO,H.

Napht(h)ol: Phenol artiges Derivat desNaphthalin; C 10 H 7 . OH. Je nachdem dieOH-Gruppe an ein «- oder /S- Kohlenstoff -atom des Naphthalin tritt, entsteht das «-bzw. /?-Naphtol. Cf. Naphtholum, Kaposi.

Naphtholismus: Naphtolvergiftung.

Napht(h)olum (DAB, Austr., Helv.):/S-Naphthol. Antisepticum. Cf. Unguentum,Bismutum. N. benzoioum (Helv.): Benzoe-säure-/?-naphthylester. Syn. Benzonaphthol,Naphthylbenzoat. N. salicylloum: Salicyl-säure-/?-naphthylester. Syn. Naphthylsali-cylat, Betol, Naphthalol, Salinaphthol.

Napht(h)osalol: Naphthalol.

Napht(h)ursäure: Naphthoesäure -f-Glykokoü - H,0.

Napht(h)yl: Einwertiges Badical desNaphtalin bzw. Naphtol; C 10 H 7 . Cf. Naph-tholum.

Narbe: Bot. Der oberste mit Papillenbesetzte Teil des Stempels, der eine klebrige