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Kaddikbeeren — Kalilauge.
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Kaddikbeeren [Cadig, Kaddik Name des"Wacholders in Norddeutschland]: FructusJuniperi -Öl: Oleum Juniperi.
Kadeöl: Oleum cadinum s. Juniperiempyreumaticum.
Haltepunkte vd. Temperaturpunkte.
Käsemilbe vd. Tyroglyphus.
Käsepappelblätter: Folia Malvae.
Käsige Entartung: NekrobiotischeUm-wandlung abgestorbener, eiweißhaltiger Ge-bilde (Eiter, Tuberkel, pneumonische Exsu-date etc.) unter Verringerung ihres Volumensin eine gelblich-weiße Masse, die makro-skopisch ähnlich wie Käse aussieht. Trittu. a. in Geschwülsten, alten Abscessen,syphilitischen Wucherungen, bes. aber beiTuberkulose auf. Auch als Form derCoagulationsnekrose aufgefaßt. Cf. Pneu-monia caseosa,
Kätzchen. Bot. Die meist schlaffe undhängende Ähre der Birken, Erlen, Weiden,Pappeln etc., Amentum.
Kaffee vd. Coff ea. -gerbsäure: C 16 H 18 0 8 ;bes. in Kaffeebohnen, -satzartiges Er-brechen: Erbrechen brauner bis schwärz-licher Massen; bei Careinom, Sepsis etc.
Kafiller [syrisch - talmudisch K'fal ab-decken]: 1. Schinder. 2. Apparat zur Ver-nichtung kranker confiscierter Tiere.
Kahler [Otto, Wien. Kliniker, 1849—1893] — K. Krankheit (1889): Auftretenmultipler Myelome* d. Knochenmarks, waszu hochgradiger Knochenbrüchigkeit undheftigen Schmerzattacken führt, mit Albu-mosurie und Ausscheidung des Bence-JoNKs'schen Eiweißkörpers.
Kahmhaut [germanisch kam, Hülle,Kruste]: Häutiger, aus Schimmelpilzen(Mykoderma) bestehender Überzug auf ge-gorenen Flüssigkeiten, z. B. Wein, Bier etc.
Kahmigwerden: Bildung einer Kahm-haut auf Elüssigkeiten.
Kahnbauoh vd. kahnförmig.
Kahnbein: Ein Knochen der Hand- undEußwurzel. Os naviculare.
Kahnbrust vd. Thorax en bäteau.
Kahnförmig heißt ein eingesunkeneroder eingezogener Unterleib; bei Menin-gitis etc.
Kaiman [einheim. Name] vd. Alligator.
Kairo phobie [xatqos Zeit, Gelegenheit]V olly) : Situationsangst*
Kaiserliko [Karl, Berl. Pathol., geb.1869] _ k. Conservierungsverfahren:Man bringt das Präparat 12—48 Std. in■Lösung I (Eormalin 200, Aq. dest. 1000,^al. nitric 15, Kai. acet. 30), dann 6—24Std. in 96<>/ 0 Alkohol, schließlich dauernd inLosung II (Glycerin, Aqua aa 1000, Kai.ac et. 300), die das erste Mal nach 3 Tagengewechselt werden soll.
Kaiserschnitt [durchfalscheUbersetzungJon Sectio caesarea entstanden, wo letzteresWort nicht von Caesar sondern von caedoschneiden abzuleiten ist]: Kunstgerechte-Entbindung durch Einschnitt in dieschwangere Gebärmutter. 1. Transperi-toneal (mit Eröffnung der Bauchhöhle):a) unter Erhaltung und Naht des Uterus
(sog. „klassischer" oder „conservativer" K.,Sectio caesarea, Laparohysterotomie), wo-bei dessen Eröffnung entweder sagittal ander Vorderseite (Sän&er) oder quer (Fritsch)oder sagittal auf der Vorder- u. Bückseitedes Eundus (P. Müller) erfolgt; b) mit Ex-stirpation des Uterus (Poero). 2. Extra-peritoneal (syn. suprasymphysär,cervical) unter Anwendung des Pfannen-STML'schen Schnitts (Frank, Sellheim,Latzko u. a.) 3. Von der Scheide her (va-ginaler*K.) 4. In Form der Laparokolpo-tomie oder Laparohysterokolpotomie.
Kakerlaken [hoUändisch-ostindischerName; zuerst Bezeichnung der lichtscheuenSchaben (Blatta orientalis), dann auf licht-scheue Menschen übertragen; auch vonCharkerlas abgeleitet, dem Namen einesJapan. Volkes mit weißgelber Haut u. licht-scheuen Augen (nach Villaret)] z= Albinos.
Kakke [chines. und Japan. „Krankheitder Beine"] = Beri-Beri.
Kakochymie [x^is Saft]: SchlechteSäfte-Beschaffenheit. Cf. Dyskrasie, Ka-chexie.
Kakodyl \xaxtiär]g übelriechend]: Einestinkende, an der Luft entzündliche Flüssig-keit; As 2 (CH,) 4 . -säure: (CH 3 ) 2 AsO . OH.Syn. Dimethylarsin säure.
Kakogeusie [ysvms Geschmack]: SchlechteGeschmacksempfindung.
Kakosniie: Übler (subjektiver) Geruch.
Kala-Azar [indisch „schwarze Krank-heit"]: Schwere Infectionskrankheit, cha-rakterisiert durch wechselndes Fieber, Leber-u. Milzvergrößerung, Darmkatarrh, Kache-xie, Neigung zu Blutungen u. Wassersucht.Erreger:LeishmaniaDonovani. Syn. Spleno-megalia tropica, Dum-Dum-Pieber. Sichergehören auch viele Eälle von „Malaria-kachexie" hierher; ferner die Splenomegaliender Kinder im Mittelmeergebiet, bedingtdurch Leishmania infantum.
Kalabarbeulen: Angioneurotische An-schwellungen der Haut bei u. nach Malaria.Von manchen auch mit Filaria loa u. a.Parasiten in Beziehung gebracht.
Kalabarbohne [nach der Mündungsbaides Croßfmsses in Britisch-Guinea]: SemenPhysostigmatis.
Kalbsmilch: Thymus (zuweilen auchPankreas) des Kalbes. Leicht verdaulicheKrankennahrung. Cf. Bries.
Kaleidoskop [xaXös schön, eUog Gestalt]:„Instrument, bei dem durch Spiegelungleicht verschiebbarer Glassplitter, Perlenetc. in 2 oder 3 aneinander stoßendenSpiegeln zahllose sternförmige Figuren ge-bildet werden." (Meter).
Kalender: Zool. Blättermagen der Wieder-käuer. Psalterium.
Kali [von arab. kalaja, hebv.kalah brennen;also das Gebrannte, weil das Rohkali durchVerbrennen bestimmter Gewächse erhaltenwurde; cf. Alkali]: Die salzfähige Basis desKaliums; Kaliumoxyd oderKaliumhy droxyd,K s O bzw. KOH. In Verbdg. auch syn. fürKalium. K. oausticum fusum (DAB):Kaliumhydroxyd, Ätzkali. KOH. -lauge:
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