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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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635-636
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Ischochymie Isomorph,

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Ischochymie \'ia%w zurückhalten, hem-men] (Einhorn): Zurückbleiben des Speise-breies im Magen.

Ischo | phonie*: Stottern.

Ischjuria \'iax ( ° zurückhalten]: Harnver-haltung. I. spastica: Durch Krampf derBlasenhalsrnuskulatur bedingt. I. para-doxa = Incontinentia paradoxa. Cf. Anurie.

Isentropisch heißen Phys. Processe, beidenen sich die Entropie* nicht ändert.

Isländisch I. Moos vd. Liehen is-landicus. I. Späth.: Doppelspath.

Iso- [laog gleich]: Bezeichnet in Verbdg.eine Gleichheit oder Ähnlichkeit, Chem.eine isomere Verbdg. Cf. normal.

Isoantikörper (Ehblioh) : Antikörper,die durch arteigene Antigene (z. B. arteigeneBlutkörperchen) entstehen u. diese ent-sprechend beeinflussen; z. B. Isoagglu-tinin e.

Isobaren [ßägog Schwere]: Linien, welcheOrte gleichen Luftdrucks verbinden.

Iso butan: Trimethylmethan, CH(CII S ) 3 ,während das normale Butan die ConstitutionCH 3 . (CH 2 ),. CH 3 besitzt.

Isobuttersäure: Dimethylessigsäure,(CH,),. CH . COOH.

Isobutylalkohol: (CH 3 ) 2 : CH. CH.OH.Syn. Gärungsbutylalkohol.

Isobutyl j oarbinol: Ein Amylalkohol vonder Formel (CH 3 ),: CH . CH,. CH,OH.

Isooalorisch [calor Wärme]: Mit con-stanter Wärmemenge.

Isochimenen [^«tjuwV Winter]: Linien,-welche Orte von gleicher mittlerer Winter-temperatur verbinden. Cf. Isotheren.

Isochorisch [x^Q°s Raum]: Mit con-stantem Volumen.

Isoohromatisch = orthochromatisch.

Isochron [xgofog Zeit]: Gleichzeitig,gleich lange Zeit dauernd.

Iso cyanido: Farblose, giftige, stinkendeFlüssigkeiten von der Formel RN==Cbzw. RN=C= (wo R. ein beliebiges ein-wertiges Radical bedeutet). Den Cyanidenkommt dagegen die Formel BC=N zu.Syn. Isonitrile, Carbylamine.

Isocyansäure: 0=C=NH. Syn. ge-wöhnliche Cyansäure. Die normale Cyan-säure, die nicht frei vorkommt, aber Ester bil-det, hat dagegen die Constitution N=0OH.

Isocyto lysine, -toxine = Isolysine.

Isodique [frz. von eig hinein, oddg Weg]:Centripetal.

Isodont [idovg Zahn] heißt ein Gebiß (z.B. von Schlangen), wenn die Zähne glei-che Größe und Form besitzen und durchgleiche Zwischenräume getrennt sind.

Iso dulcit = Rhamnose.

Isodynam [ivvajug Kraft]: Gleichwertig.

Isodynamen: Linien, die Orte gleichererdmagnetischer Intensität verbinden.

Isodynamie, Gesetz der (Rdbner): Dieorganischen Nahrungsstoffe können ein-ander in Gewichtsmengen vertreten, dienahezu gleich großen daraus entstehendenWärmemengen entsprechen. Cf. Bubner.

Isoform: p-Jodoanisolum. Antisepticum.

Isogamie: Fortpflanzung durch Copa-

lation zweier geschlechtlich nicht differen-zierter Zellen. Cf. Oogamie, Anisogamie.

Iso gen: Gleichen Ursprungs.

Isogeo thermen [yrj Erde]: Linien, dieOrte gleicher Bodenwärme verbinden.

Isogonen \ybvv Knie, Winkel]: Linien,welche Orte gleicher Declination verbinden.

Isohydrisch [vcfa)Q Wasser] nennt Arr-heniüs Lösungen, die miteinander gemischtwerden können, ohne daß die Zahl oderNatur der Ionen und somit die mittlereLeitfähigkeit sich ändert

Isohylisch [vir] Stoff] heißen Processe,bei denen die Masse sich nicht ändert.

Isohyeten [vszög Regen]: Linien, welcheOrte mit gleicher jährlicher Begenmengeverbinden.

Isoklinen [xfoveo neigen]: Linien, welcheOrte gleicher Inclination verbinden.

Isojkorle: Gleichheit der Pupillen.

Isokrystargläser [willk.]: Punctuell*abbildende Brillen der Fa.BosCH in Rathenow.

Isolator [it. isolare absondern, von lat.insula Insel]: Phys. Nichtleiter.

Isolierung: l.Absonderung,Abschließung,z. B. von ansteckenden oder Geisteskranken.2. Bakt. Gewinnung von Reinculturen ausBakteriengemischen durch besondere Züch-tungsmethoden. 3. Phys. Umhüllung vonLeitern mit Substanzen, welche die Elek-tricität nicht leiten (Guttapercha, Seide etc.).

Isolysine: Lysine*, die durch Vorbehand-lung mit Zellen eines anderen Tieres der-selben Species entstehen.

Isomer \iaog gleich, fisgog Teil] heißenChem- solche Körper, die zwar aus denselbenElementen procentualisch gleich zusammen-gesetzt sind und daher auch gleiches Mole-culargewicht besitzen, aber infolge der ver-schiedenen Anordnung der Atome imMolecülverschiedene chemische und physikalischeEigenschaften zeigen, wie z. B. Harnstoff,CO(NH,) 2 und cyansaures Ammoniak, CN .0(NH 4 ). Das Phaenomen selbst heißt Iso-merie. Zuweilenrechnet man auch die Poly-merie* hinzu und bezeichnet dann die I.im engeren Sinne als Metamerie*. Cf.Ketten-, Orts-, Kern-, gemischte, physika-lische, stereochemische I.

Iso|metrisch heißt diejenige Muskel-tätigkeit, bei der die Länge des Muskelsdurch einen Faden (nahezu) constant er-halten wird und nur seineSpannung"unter dem Einfluß von Reizen sich ändert.Syn. auxotonisch. Cf. isotonisch.

Isometropgläser: Brillen aus Baryum-silicat u. Crownglas mit Brechungsindexvon 1-5778, die eine geringe sphärischeAberration besitzen u. ultraviolette Strahlen(die bes. im elektrischen Bogenlicht, Gas-glühlicht, Schnee- und Mondlicht vorkom-men) nicht durchlassen.

Isomorph heißen (anolog zusammen-gesetzte) Stoffe, die in gleich er Krystallformkrystallisieren. Auch heißen solche Ele-mente i., die sich in isomorphen Substanzenvertreten können, ohne daß die Krystall-form sich ändert. Das Phaenomen selbstheißt Isomorphie oder Isomorphismus.