623
Inspiratorische Einziehungen — Intermittens semitertiana.
624
lieh, I. Einziehungen: Einziehungen derZwischenrippenräume bei der Einatmung,wenn der Luftzutritt erschwert ist.
Inspissatlon [spissus dicht]: Eindickung.
Instillation [stillet Tropfen]: Das Ein-träufeln, Eintröpfeln, die tropfenweise Ap-plication einer Flüssigkeit. I., rectale:Tropfenklystier. Instillationes: Augen-tropfwässer.
Instinct [instinetus Anreiz] : Naturtrieb;„ein von der Verstandestätigkeit unabhän-giger Trieb, für die Erhaltung des Indi-viduums u, der Gattung förderliche Hand-lungen auszuführen"' (Meyer.) Instinc-tiv: Triebartig, unbewußt.
Instrumentarium: Zu einem bestimm-ten Zweck zusammengestellte Werkzeuge.
Insuffizienz [insufficientia Unzulänglich-keit] (O.Rosenbach): Functionelle Schwäche,die ungenügende Function eines Organs.Als Herzklappenfehler ist I. gleichbedeutendmit Schlußunfähigkeit. Cf. relativ, musku-lär, Incontinenz, pluriglandulär.
Insufflation [insufflo einhauchen]: DasEinblasen von Flüssigkeiten oder fein gepul-verten festen Arzneistoffen in Körperhöhlen.
Insula(Reilii): Insel, Stammlappen; derdreiseitige Lappen der Großhirnrinde, dersichtbar wird, wenn man die Ränder derFissura cerebri lateralis auseinanderbiegt.
Insulae [lat.]: Inseln. I.Peyeri: AgminaPej'eri. I. pulmonum: Die den einzelnenLungenläppchen entsprechenden polygo-nalen Felder auf der Lungenoberfläche.
Insult [insultus, von insilio hineinsprin-gen] : Anfall; z. B. hysterischer, epilepti-scher, apoplektischer 1.
Intaot [intactus] : Unberührt, unversehrt.
Integral [integrum das Ganze]: Summevon unendlich vielen unendlich kleinenGrößen. Cf. Differential, -erregung: Ge-samterregung.
Integrierend: Wesentlich.
Integumentum [lat. von intego be-decken] : Decke, Hülle; speciell Körper-decke, Haut. Bot. Eihülle*.
Intellect [intellego einsehen]: Vernunft,Verstand.
Intensität [intendo anspannen]: Stärke.
Intentio [lat. Anspannung, Anstrengung]vd. per primam, per seeundam.
Intentions|tremor: Das Zittern, welchesbei gewissen Krankheiten (bes. multiplerSklerose) auftritt, wenn die Patienten will-kürliche Bewegungen ausführen wollen.
Inter- [lat.]: Zwischen-.
Intercalares Wachstum [intercalo aus-rufen, daß etwas eingeschaltet ist, ein-schalten] : Bot. W., wobei sich ein ganzerGürtel der Zellwand flächenhaft vergrößert.
Interoalarstaphylom: Staphylom* zwi-schen Iris und Ciliarkörper.
Intercellularsubstanz: Zwischenzell-substanz; die Substanz zwischen den Zel-len eines Gewebes.
Interoolumnarfascie: Fascia crema-sterica.
Inter|costalis: Zwischen den Rippenliegend. Cf. Musculus, Nervus, Arteria.
Intercostalneuralgle: Bezeichnung füralle Neuralgieen im Bereich der 12 Inter-costalnerven.
Intercostalraum: Raum zw. 2 benach-barten Rippen.
Intercurrent [inter und curro laufen]:Dazwischen kommend, hinzutretend.
Inter|dental: Zwischen den Zähnen.
Interfascicular: Bot. Zwischen denGefäßbündeln.
Interfemineum [fernen = femur]: 1. Mit-telfleisch. 2. Weibliche Scham.
Interferenz [inter w.fero tragen, bringen]:Phys. Zusammentreffen von (Schall-, Licht-ete.) Wellen und die hieraus resultierendegegenseitige Beeinflussung (Verstärkungoder Schwächung) derselben. Cf. Super-position. Bei homogenem Licht entstehenz. B. durch die auf I. beruhende Aufhebungbestimmter Strahlen dunkle -streifen, bei-weißem Licht dagegen durch den Ausfalleinzelner seiner Componenten -färben. Cf.MEWTON'sche Ringe.
Interglobularräume [globulus Kügel-chen]: Von Kugelabschnitten begrenzte,kleine, unverkalkte Stellen der Grundsub-stanz des Dentin.
Inter maxillare sc. os: Zwischenkiefer.
Intermediär [medium Mitte]: In derMitte liegend. I. Operation: Appendicitis-operation am 3.—5. Tage der Krankheit.I. Producte heißen Chem. die bei einerReaction auftretenden Übergangsglieder.
1. Stoffwechsel: Die nacheinander?olgen-den Veränderungen der in den Organismuseingeführten chemischen Körper bis zumvölligen Abbau.
Intermedius: In der Mitte liegend. Cf.Nervus, Os.
Intermeningeal apoplexie [Meninx*] :Blutung zw. Dura mater u. Arachnoidea.
Intermission [intermitto nachlassen]:Vollständiges Aussetzen von Krankheits-erscheinungen, bes. Pause zw. 2 Fieber-attacken. Cf. Remission, Relaps.
Intermittens sc. febris: 1. Jedes Fieber,bei dem zw. 2 Fieberattacken eine mehro. weniger lange fieberfreie Pause besteht.
2. Speziell Malariafieber. Je nachdem dieFieberanfälle alle 24, 48 oder 72 Stundenauftreten, unterscheidet man ein I. quoti-diana, tertiana, quartana. Beim I. quo-tidiana duplicata tritt täglich zweimalein Fieberanfall auf, beim I. tertianaduplioata jeden Tag einer; letzteres unter-scheidet sich aber vom gewöhnlichen I.quotidiana dadurch, daß die Fieberanfälleder geraden und ungeraden Tage unterein-ander in Bezug auf Stärke u. Zeit des Ein-treffens analog sind, sodaß es sich hier alsoum 2 zusammenbestehende tertiäre Fieberhandelt. Beim I. semitertiana treten anden ungeraden Tagen 2 Fieberanfälle auf,an den geraden nur einer; also Combinationvon I. tertiana u. quotidiana. Syn. Hemi-tritaeus. Je nach den bei den einzelnenFieberattacken bes. hervorstechenden Symp-tomen unterscheidet man eine I. cardialgi-ca, komatosa, delirans,haemoglobinurica etc.