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Indophenole — Infarct.
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Indophenole: In Alkohol mit roter, inAlkalien mit blauer Farbe lösliche Farb-stoffe, die durch Oxydation eines Gemengesvon Anilin (oder eines p - Amidophenols)und eines Phenols entstehen. Diese könnendaher durch Überführung in I. nachge-wiesen -werden (Indophenolprobe). DieI. haben die gleiche Constitution wie dieIndamine; nur ist eine NHj-Gruppe durcheine OH-Gruppe ersetzt.
Indoxyl: Oxydationsproduct des Indol*,aus dem es auch im Organismus entsteht;
C 2 H 4 \c(QH)^ CH ' ^ ommt mit Schwefel-säure gepaart als indoxylschwefelsaures Ka-lium oder Indican*, C 8 E 7 NS0 4 im Harn, bes.von Pflanzenfressern, vor.
Induciert \induco "wohin führen, veran-lassen] : Durch etwas anderes hervorge-rufen. I. Krankheiten vd. psychischeInfection. I. Radioactivität*: TemporäreR., die in der Nähe von Radium-, Akti-nium- u. Thoriumsalzen befindlichen Kör-pern durch die Emanation* übermitteltwird. I. Reaotlonen: Ein Stoff A, dermit einem Stoffe B reagiert, mit einemStoffe C aber nicht, wirkt auch auf C ein,wenn A, B, C in einem gemeinsamen Systementhalten sind. A heißt Actor, B Inductor,0 Acceptor. Syn. gekoppelte Reactionen.Cf. Katalyse. I, Strom vd. Induction.
Induotanz vd. Impedanz.
Induction: Einwirkung. Ableitung all-gemeiner Regeln aus einzelnen empirischgefundenen Tatsachen. Cf. Deduction.Phys. Entstehung eines elektrischen Stro-mes in einem Leiter durch Einwirkungeines benachbarten anderen elektrischenStromes (Elektro-, Volta-I.) oder Mag-neten (Magneto-I.). Bei Schließung,Verstärkung oder Annäherung des pri-mären (oder inducierenden) Stroms hatder secundäre (inducierte oder Induc-tions-) Strom gleiche, in den anderenFällen entgegengesetzte Richtung. Cf.Selbstinduction. -apparate: Apparate zurErzeugung von Inductionsströmen. Derprimäre Strom geht hier durch eine Rolleaus dickem, mit Seide umsponnenem Draht,in der gewöhnlich ein Stab von weichemEisen steckt. Diese Rolle befindet sich imInnern der secundären Rolle, die mit dünnemDraht umwickelt ist. Cf. Funkeninductor.-oapacität, specifische: Dielektricitäts-constante. -psychose: Psychische Infec-tion.
Inductor: 1. Die auf ein Eisenstück auf-gewickelte Drahtspule bei Dynamoma-schinen, in der durch den Feldmagnetenbei Bewegung elektrische Ströme induciertwerden. Syn. Anker, Armatur. 2. Funken-inductor. 3. vd. inducierte Reactionen.
Induline: Farbstoffe, die durch Ein-wirkung von Anilin auf salzsaures Amido-azobenzol entstehen. Cf. Nigrosine.
Indumentmn [lat. von induo anziehen]:Überzag. I. proprium: Pia mater.
Induratio(n) [induro hart machen]; Ver-härtung von Geweben u. Organen, die
durch bindegewebige Wucherung (als Folgeentzündlicher Processe oder anderer Er-nährungsstörungen, bes. Stauung) bedingtist. I., braune der Lunge: Mit Anhäufungvon (Blut-)Pigment einhergehende Ver-dichtung u. Verhärtung des Lungenge-webes infolge von Stauungshyperaemie beiHerzfehlern. I., oyanotisohe: Mit Stau-ungshyperaemie einhergehende Bindege-webs Wucherung und dadurch bedingte Con-sistenzzunahme der Leber, Nieren etc. I.,granulierte der Leber:-Lebercirrhose. I.,penis plastica (Delabobde) : Chronisch u.schmerzlos entstehende Verhärtung, die inder Scheidewand oder Tunica propria derCorpora cavernosa auf dem Dorsum penisbeginnt u. erst secundär die Schwellkörperergreift. Aetiologie unbekannt. Syn. Plaqueinduree, Penisknochen. I., schiefrige derLunge: I. der Lungen mit gleichzeitigerSchwarzfärbung derselben bei tuberkulösenund bronchopneumonischen Processen. —Cf. Hüntee, Sklerose.
Indusium [lat. eig. ein mit Ärmeln ver-sehenes Unterkleid der Frauen]: Schleier*der Farne.
Inebriantia [inebrio trunken machen]:Berauschende Mittel.
Inertia [lat. Ungeschicklichkeit, Träg-heit] : Phys. Beharrungsvermögen. Gyn.
1. uteri: Wehenschwäche.
In extremis [extremus der äußerste]: Inden letzten Augenblicken (des Lebens).
Inf. Anat. = inferior (der untere). —Auf Recepten = Infusum bzw. infunde(gieße hinein).
Infans [lat.]: Kind. Plural: Infantes.
Infantil(is): Kindlich. Cf. Kinder-,Thorax, Uterus.
Infantilismus: Stehenbleiben auf kind-licher Entwicklungsstufe in körperlicheru. geistiger Hinsicht. Der I. ist entwederdurch Ernährungsstörungen verschiedensterArt, Erkrankungen des Gefäßsystems, Ge-hirns etc. bedingt (I, dystrophicus, Ty-pus Lorrain); oder durch Anomalien inner-secretorischer Organe, z. B. der Schilddrüse(I. myxoedematosus, Typus Brissaud).I., regressiver s. tardlver; Späteunuchoi-dismus.
Infarct [infarcio hineinstopfen]: 1. An-füllung eines Gewebes etc. mit fremden Stof-fen. Cf. Anschoppung. In diesem Sinnespricht man z.B. von Harnsäure-, Kalk-,Pigmentinfarcten in der Niere, wennes sich um Ablagerung von harnsaurenSalzen, Kalksalzen oder Pigment (nachBlutungen) in den Harncanälchen oder ananderen Stellen handelt. Früher bezeich-nete man daher auch hypertrophische Zu-stände des Uterus, die im wesentlichenunter den heutigen Begriff der Metritischronica fallen, als Uterusinfarcte. —
2. Durch Verstopfung kleiner Endarterien*hervorgerufene Gewebsveränderungen (em-bolischer oder thrombotischer I.). Hier-bei kann der hinter der verstopften Stelleliegende Gewebsabschnitt ganz blutleerbleiben, stirbt infolgedessen ab u. wird trüb,