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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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587-588
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Hygiama — Hyperaesthesia ocularis.

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Hygiama: Nährpräparat aus Milch, Malz,Weizenmehl, Kakao, Zucker.

Hygie(i)ne [vyieipög, vyirj; gesund, HygieaGöttin der Gesundheit]: Gesundheitslehre.Der Zweig der medizinischen Wissenschaft,der die Erhaltung und Erhöhung der Ge-sundheit, der einzelnen Individuen sowohlwie der ganzen Bevölkerung, zur Aufgabehat und das Studium aller einschlägigenFactoren umfaßt. Cf. Bassenhygiene.

Hygrjoma: Anschwellung, die durchchronisch-entzündlicheFlüssigkeitsansamm-lung in Schleimbeuteln oder Sehnenscheidenentsteht. Im letzteren Falle handelt essich um totale Hydropsieen, während dieGanglien* partielle (herniöse) Ausstülpungender synovialen Scheide vorstellen. H. car-pale: Zwerchsackhygrom*. H. cysticumcolli congenitum (Weenhbr) : Angeborenesvielfächriges cystisches Lymphangiom amHalse. H. praepatellare: H. der Bursapraepatellaris. Cf. Housemaid's knee.

Hygro[meter, Hygroskop: Apparatzur Messung der Luftfeuchtigkeit. Cf.Haarhygrometer, Psychrometer.

Hygroskopisch [weil sie alsHygroskopedienen können] heißen Substanzen, welchedie Eigenschaft haben, aus der Luft Wasser-dampf aufzunehmen und zu condensieren,wobei sie sich ev. ausdehnen oder Gestalts-veränderungen erleiden. Hierzu gehörenz. B. Haare, Chlorcalcium, Schwefelsäure etc.

Hyla \yX«o) bellen, wegen des lautenQuakens]: Laubfrosch, Ord. Anura, H.arborea: Gemeiner Laubfrosch.

Hylobates [vhj Wald, ßaiym gehen]: Gib-bon; ein anthropomorpher* Affe.

Hymen [vutfy Häutchen]: Scheidenklappe,Jungfernhäutchen; eine Schleimhautfalte(mit bindegewebiger Grundlage), die vonden Rändern des Scheideneingangs ausgehtund diesen mehr oder weniger vollkommenvon der Vulva trennt. H. annularis: Bing-förmig. H. oribriformls: Mit vielen klei-nen Löchern. H. dentatas: Mit fein ge-zähntem freien Bande. H. fimbriatus:Mit gelapptem oder gefranstem freien Bande.H. imperforatus: Ohne Öffnung; hier istdie Scheide nach unten vollkommen abge-schlossen. Syn. Atresia vaginalis. H. seml-lunaris: Halbmondförmig, an hinterer Peri-pherie des Scheideneinganges; häufigsteForm. H. septus: Mit 2 durch eine sagit-tale Scheidewand getrennten Löchern. Cf.Carunculae myrtiformes.

Hymenaea [i^svaco; zur Hochzeit ge-hörig, weil die Staubblätter sich nachtsnähern]: Eine Gattung der Caesalpinioideae.Liefert Kopal.

Hymenium: Bot. Fruchtschicht; diesporentragende Schicht an den Frucht-körpern mancher Pilze und Flechten.

Hymenolepis [Xmig Schale] dlmlnuta:Taenia flavopunctata. H. nana: Taenianana.

Hymeno lichenes: Hymenomycetes, diemit Algen in Symbiose leben. Cf. Lichenes.

Hymenomycetineae: Eine Unterreiheder Autobasidiomycetes.

Hymeno ptera: Hautflügler; eine Ord.der Insecten mit 2 Paar häutigen, durch-sichtigen Flügeln. Hierzu gehören z. B.Biene, Wespe, Ameise.

Hymenopterismus: Vergiftung durchden Stich von Hautflüglern.

Hyo- [cf. hyoideus]: Heutet in vielenVerbdg. eine Beziehung zum Zungenbein an.Cf. Musculus hyoglossus,hyopharyngeus etc.

Hyocholalsäure [vs Schwein]: Eine derCholalsäure nahestehende Säure in der Galleder Schweine; C 25 H 40 O 4 .

Hyoid: Vergl Anat. Her untere Teil desknorpligen Zungenbeinbogens.

Hyoideus [eig. schweinsähnlich; dannwas die Form eines Schweinerüssels undsomit eines Y hat]: Zum Zungenbein, Oshyoideum s. hyoides, gehörig.

Hyo mandibulare: Anat. Der obere, ander Gehörkapsel des Schädels befestigte Teildes knorpligen Zungenbeinbogens.

Hyosoin = Scopolamin.

Hyoscyamus [voaxwfxos eig. Saubohne]:Bilsenkraut, Solanaceae. Pharm. = H.niger. Cf. Folia, Semen, Oleum, Tinctura.

Hyojthyreotomie = Pharyngotomiasubhyoidea.

Hyp- vd. Hypo-.

Hyp acidität = Subacidität.

Hyp aesthesie: Herabsetzung der Em-pfindung. Cf. Anaesthesie, Hyperaesthesie.

Hypakusis [äxova> hören]: Herabsetzungdes Gehörs durch verminderte Erregbarkeitdes N. acusticus.

Hyp alg(es)ie: Herabsetzung derSchmerzempfindlichkeit.

Hypalbuminose [albumen Eiweiß]: Ver-minderter Eiweißgehalt des Blutplasmas.Cf. Hypinose.

Hypjazoturie: Verminderte Stickstoff-ausscheidung im Urin.

Hyper- [vtisq über hinaus]: Verstärkt denGrundbegriff, bezeichnet ein Übermaß. Cf.auch Über-, Super-, Hypo-, A(n)-.

Hyper acanthosen (Adspitz) : Haut-krankheiten, die auf abnormer Wucherungder Stachelschicht beruhen, z. B. Warzenund Condylome.

Hyper|acidität: Vermehrter Säuregehalt;speciell vermehrter (Salz)Säuregehalt desMagensaftes.

Hyper[aemie: Vermehrte Blutfülle ineinem begrenzten Körperbezirke. Cf. Ple-thora. Die active oder arterielle H.entsteht durch vermehrten Blutzufluß.Syn. Blutwallung, Congestion, Fluxion,Turgor, Orgasmus. Die passive H. ent-steht durch Erschwerung des Blutab-flusses. Syn. Stauung, Stasis. Cf. collateral.-behandlung: Therapeutische Anwendungactiver oder passiver H. Hierzu gehört Bier-sche Stauung, Saug- u. Heißluftbehand-lung etc.

Hyperjaerie: Übermäßige Anfüllung (der)Lungen) mit Luft.

Hyper aesthesia: Überempfindlichkeit.H. akustica: Hyperakusis. H. gusta-toria: Hypergeusie. H. olfactoria: Eyper-osmie. H. ocularis: Überempfindlichkeit