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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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513-514
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Grundimmunität GüNZBüRG'sche Probe.

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fäßbündeln gehörigen Gewebe. -Immuni-tät: Widerstandsfähigkeit eines Tieresgegen eine sonst noch eben sicher tödlicheGiftdosis, -knorpel: Ringknorpel. -Stoffevd. Elemente, -ton: Phys. Tiefster Ton,den ein Körper hervorbringen kann, wenner nämlich als Ganzes schwingt. -Umsatz:Stoffwechsel eines nüchternen Menschenbei Muskelruhe und genügender Außen-temperatur, -wasser: Das von Nieder-schlägen herstammende Wasser, das sichim Erdboden über wasserundurchlässigenSchichten in wechselnder Entfernung vonder Oberfläche ausbreitet. Sinken desselbenu. dadurch bedingte Trockenheit des Bodenssoll nach Pettenkofer begünstigend aufdie Entwicklung gewisser Epidemien (z. B.Typhus) wirken, da nach seiner Annahmedas specifische Gift nicht direkt vom Kran-ken auf Gesunde übertragen wird, sondernerst in den Boden gelangt, wo es einenReifungsproceß" durchmacht.

Gruppenreaction: Eine Reaction (Ag-glutination, ßakteriolyse, Praecipitinwir-kung, etc.), die nicht nur bei den jeweiligspecifischen Bakterien, sondern (in ge-ringerem Grade) auch bei nahe verwandtenBakterien auftritt. Cf. Mitagglutination.Grutum [neulat. Grütze] = Milium.Gryp(h)osis unguium: Onychogryposis.Gtt. Auf Recepten = gutta(e), Tropfen.Guacamphol: Guajacolum camphoricum.Guacin [guaco heißt in Südamerika eineFalkenart, deren Schrei mit dem Worteguaco oder huaco Ähnlichkeit hat; dieseVögel sollen die nach ihnenbenanntePflanzefressen, um dadurch gegen Schlangengiftgefestigt zu sein]: Harzartige Masse ausden Blättern von Mikania guaco. GegenSchlangengift u. Cholera.

Guaethol: Brenzcatechinaethylaether.Guajaoetin(um): Brenzcatechinessig-säure.

Guajacol(um) [da u. a. durch trockeneDestillation von Guajakholz entstehend]:Brenzkatechinmonomethylaether; Haupt-bestandteil des Buchenholzteerkreosots. G.benzoicum: Benzoylguajacol, Benzosol.G. camphoricum: Camphersäuregua-jacylester, Guacamphol. G. carhonioum(DAB, Austr. Helv.): Guojacolcarbonat,Duotal. G. clnnamylicum: Zimtsäure-guajacylester, Styracol. -glycerinaether:Guajamar. G. liquidum (Helv.): Guajacol.G. methylglykolicum: Methylglykol-säureguajacylester, Monotal. G.tannocinn-amyllcum: Guatannin. G. valerianicum:Guajacolvalerianat, Geosot.

Guajacolsulfosaures Kalium: Kaliumsulf oguaj acolicum.

Guajacum [Guajak haitischer Name]:Guajakbaum, Zygophyllaceae; Westindien.Cf. Lignum u. Resina Guajaci.

Guajacyl(um): Calcium guajacolsulfoni-cum.

Guajak vd. Guajacum. -probe: Setztman zu Urin etwas Guajaktinctur u. altesTerpentinöl, so tritt nach kräftigem Schüt-teln bei Anwesenheit von Blut oder Eiter

Blaufärbung ein. Syn. Almbn's oder vanDebn's Blutprobe.

Guajamar: Guajakolglycerinester.Guajasanol: Salzsaures Diaethylglyko-koll-Guajakol.

Guanidin [zuerst aus Quanin gewonnen]:CH S N 3 . Kann als Amidin der Kohlensäure,C(NH)(NH,) oder als Imidoharnstoff NH:C:(NH 2 ) S aufgefaßt werden.

Guanin [bes. im Guano gefunden]:C 6 H s N 6 0. Ein 2-Amino-6-Oxypurin. Ent-steht beim Eiweißzerfall, speciell beim Ab-bau der Nucleine.

Guano [span., vom peruanischen huanoMist]: In gewissen Gegenden, bes. aufeinigen Inseln an der peruanischen Küste,angehäufte und teilweise zersetzte Vogel-excremente, die ein vorzügliches Dünge-mittel sind. Deutscher oder künst-licher G. = Poudrette.

Guanylsäure: Eine aus der Pankreas-drüse gewonnene Nucleinsäure, die Guanin,1-Xylose u. Phosphorsäure enthält.

Guarana [nach dem brasilian. Indianer-stamm der Guaranis] (Austr. Helv.) =Pasta Guarana.

Guaranln = Coffein.

Güaemieri G. Körperchen (1892):Vaccinekörperchen*, spec. solche, die nachVerimpfung von Vaccine-Lymphe auf dieHornhaut von Kaninchen in deren Epithelentstehen.

Guatannin: Guajacolum tanno-cinnamy-licum.

Gubernaculum Hunteri s. testis [gu-bemaculum Steuerruder]: Leitband des Ho-dens; ein glatte Muskelfasern enthaltenderBindegewebsstrang, der den, beim Embryonoch in der Leibeshöhle befindlichen, Hodenmit der Leistengegend verbindet und da-durch, daß er selbst an Länge nicht zu-nimmt, 'während der Embryo stark "wächst,ersteren durch den Leistenkanal in denHodensack herabzieht.

GTTBI.ER [Ad., eigentlich Goblet, PariserArzt, 182179] G. Anschwellung: Spin-delförmige, von den Sehnenscheiden der Pin-gerstrecker ausgehende Anschwellung amHandrücken bei Bleilähmung. G. Läh-mung: Hemiplegia alternans inf. G. Be-actlon: Dunkelbraunfärbung des Urins aufZusatz von salpetriger Säure; angeblichcharacteristisch für das Vorhandensein vonHaemaphem*. Cf. Millard-Gübler.

Güeden [Bernh. Alots v., Psychiater,182486] G. Commissur: Die Pasern,die den hinteren Winkel der Sehnerven-kreuzung ausrunden u. beide Hirnhälftenverbinden.

GuEKAU DE Mussy [Noel Franc, Odon,frz. Arzt, 181385] G. Punkt: Schmerz-punkt bei Pleuritis diaphragmatica imSchnittpunkt der linken ParaSternallinie u.der verlängert gedachten 10. Rippe.

GÜNZBUBG [Aler. Otto, San.-R., Frank-furt a/M., approb. 1885] G. Probe (1887):Setzt man 1 Tropfen des G. Reagens(Phloroglucin 2, Vanillin 1, absol. Alko-hol 30) auf einem Porzellanschälchen zu

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