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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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507-508
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Grammaequivalent Grannlose.

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satz zu diesem Massengramm ist dasGrammgewicht ein Kraftmaß und, ent-sprechend der Formel P = mg 9-81 malgrößer. Cf. Gewicht, -aequivalent, -atom,-molecül: Phys. So viel Gramm einer Sub-stanz, wie ihr Aequivalent-, bzw. Atom-,bzw. Moleculargewicht angibt. So beträgtz. B. 1 Grammolecül von Wasserstoff2 g, von "Wasser 18 g, von Schwefelsäure98 g etc. Syn. Mol- -calorie vd. Calorie.

Gramme [Zenobe Theoph., belg. Elek-trotechn., 1826-1901] - G. Ring (1869):Elektrische Gleichstrommaschine, bei derein drahtumwundener Eisenring zw. denPolen eines starken Magneten um seineeigene Achse rotiert. Hierdurch entstehenin den Drahtwindungen, die ihrerseits ingewissen Abständen mit der Achse desRinges leitend verbunden sind, Inductions-ströme, die von letzterer Stelle durch Draht-bürsten abgeleitet werden können. Syn.PACiNOTTi'scher Ring.

GrammojpJion [y^B^ua Buchstabe] (Ber-liner) : Modifizierter Phonograph.

Gran [granum Korn]: 1. Früher üblichesMedicinalgewicht, ungefähr = 0-06 Gramm.20 G. bildeten 1 Scrupel. Cf. Libra. 2. AufPecepten = Granula.

Grana n/pl [lat.]: Körner, Samenkörner.

Granatbaum, -rinde, -Wurzel [wegender Fruchtkerne] vd. Punica granatum, Cor-tex (Fructus) Granati.

Granaten: Mit Sprengmasse gefüllteHohlgeschosse, die beim Explodieren einegroße Zahl wirksamer Sprengstücke liefern.

Granatillöl: Oleum Crotonis.

GRANCHER [Jacques Jos., Pariser Kli-niker, 1843-1907]G. Pneumonie: Pneu-monia massiva.

Grandidier [Joh. Lddw., Arzt in Nenn-dorf, 181078] - G. Gesetz: MännlicheBluter erzeugen mit nicht ans Bluterfami-lien stammenden Frauen nichthaemophileKinder. Sind aber Töchter darunter, sokönnen diese wieder haemophile Kinderbekommen.

GRANDRY [frz. Anatom im 19. Jahrh.]G. Körperchen: Tastkörperchen in Schna-bel u. Zunge von Vögeln (bes. im Schnabelder Ente).

Granula n/pl [Dim. von Grana] : Körn-chen. Altmann bezeichnet mit G. diekleinsten körnigen Bestandteile der Zellen,die er als eigentliche Elementarorganismenansieht. Cf. Protoplasma, Granulationen.Pharm. Sehr kleine Pillen von 0-030-05Gewicht, deren Grundmasse wesentlichZucker oder Milchzucker ist. G. Acidiarsenicosi (EMG), G. Dioscoridis: Ent-halten Acidum arsenicosum (je 1 mg).

Granulär: Körnig.

Granular|atrophie: Körnige Schrum-pfung, d. h. Schrumpfung, bei der die Ober-fläche des betr. Organs gekörnt aussieht.G. der Leber: Lebercirrhose. G. derNiere: Schrumpfniere.

Granulationen: 1. Die normalerweise inForm feiner Körnchen (Fleischwärzchen")auftretenden Wucherungen in Substanz-

verlusten, aus denen das Narbengewebehervorgeht. Cf. Granulationsgewebe, fun-gös, erethisch, torpid, Akestom. 2. Die bes.von Ehrlich studierten körnigen Bildungenim Zelleibe der Leukocyten.

Granulationes arachnoideales (Pac-chioni): Warzen- oderzottenförmige Wuche-rungen der Arachnoidea von weißlicher oderleicht rötlicher Farbe, welche zuweilen durchdie Dura mater durchbrechen und in dieSchädelknochen eindringen, sodaß an diesenentsprech endeV ertief ungen(Foveolae granu-läres) entstehen. Nicht pathologisch.

Granulationsgeschwülste: Aus Granu-lationsgewebe bestehende G., wie sie z. B.durch übermäßige (fungöse) Wucherung vonWundgranulationen entstehen. Entzünd-liche G. zeigen sehr polymorphe Bestand-teile: Rund-, Epitheloid-, Riesen-, Plasma-Zellen, Fibroblasten, polymorphkernigeLeukocyten etc. Infectiöse G. sind Tu-berkel, Gummata, Knotenbildungen beiLupus, Rotz, Aktinomykose, Lepra, Rhino-sklerom. Cf. Granuloma.

Granulationsgewebe: Zellenreiches,ausLeukocyten (u. Fibroblasten) bestehendesKeimgewebe, das die Grundlage der Wund-granulationen bildet u. sich allmählich inNarbengewebe umwandelt. Letzterer Vor-gang erfolgt aber nicht in den Granu-lationsgeschwülsten, wo es im Gegenteilzu regressiven Metamorphosen kommt.Granulie [frz.]: Miliartuberkulose.Granulierend: Granulationen (1) auf-weisend.

Granuliert: Gekörnt, körnig. Cf. Harn-cylinder, granulosus.

Granulozyten: Leukocyten mit granu-liertem Protoplasma; z. B. Myelocyten u.polynncleäre Leukocyten.

Granul oni(a): Granulationsgeschwulst*.G. fungoides (Aüspitz): Mykosis fungo-ides. G. inguinale: G. venereum. G.malignum: Unter dem Bilde einer Pseudo-leukaemie* verlaufende primäre Erkrankungdes gesamten lymphatischen n. haemato-poietischen Apparats, wobei entzündlicheGranulationsgeschwülste* mit starker Ten-denz zu Nekrose u. Induration auftreten.Oft mit Tuberkulose combiniert. Syn. Lym-phomatosis granulomatosa, Lymph ogrannlo-matosis, STERNBER&'sche Krankheit. Cf.Porphyrmilz. G. multiplex haemorrhagi-ouni (Sellei) : Sarkoma idiopathicum multi-plex haemorrhagicum. G. pudendi: G.venereum. G. sarkomatodes: Mykosisfungoides. G. trichophytioum (Mibelli) :Sykosis parasitaria. G. tropicum: Fram-boesia tropicum. G. venereum: Noch nichtgenau erforschte Tropenkrankheit, charak-terisiert durch ulcerierende, wahrsch. in-fectiöse Granulationsgeschwülste an denGenitalien.

Granulomatosis textus lymphatici(Gross 1906): Granuloma malignum.

Granulöse: Der wichtigste Bestandteilder Stärkekörner, die eigentliche Stärke,welche die charakteristische Jodreaction gibtund durch Fermente in Zucker übergeführt