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Diarrhoea — Diazoverbindungen.
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Diarrhoea [dVä^ota s. diaQqmj,vovLäiaQQe(adurchfließen]: Diarrhoe, Durchfall; häufigeEntleerung dünner, mehr oder wenigerflüssiger Stühle, bedingt durch beschleunigtePeristaltik infolge von Darmkrankheiten(bes. Enteritis), nervösen und reflectorischenEinflüssen etc. D. ablactatorum: BeimEntwöhnen der Kinder. D. chylosa: Reich-liche Entleerung milchig gefärbter Schleim-massen bei Enteritis follicularis; cf. Ohy-lorrhoe, Fluxus coeliacus. D. dentientium:Bei der Dentitio difficilis. D. lienterica:Lienterie* D. Sterooralis*: Mit Entleerung-dünnflüssiger Faecalmassen. D. sudoralis*(Trottsseatj) : D., die bei Schweißausbrucheintritt. — Cf. gastrogen, praemonitorisch.
Diarthrose [diaQS-owaig, von Siä (das hierden Grundbegriff verstärkt) und äg&qov Ge-lenk, also vollkommenes Gelenk]: WahresGe-lenk, bei dem die dasselbebildendenKnochendurch einen schmalen Zwischenraum, dieGelenkhöhle, getrennt sind.
Diascliisis [dianxiiw spalten] (Monakow) :Betriebsstörung durch Ausfall einzelnerBestandteile eines zu gemeinsamer Functioneingeübten Neuronencomplex-Verbandes.
Dia skop: Apparat zur Protection durch-sichtiger Objecte (Diapositive etc.) mittelsdurchfallenden Lichts. Cf. Epidiaskop.
Dia skopie = Phaneroskopie bzw. Roent-genoskopie.
Di aspirin: Bernsteinsäureester der Sali-cylsäure.
Diastaltische Bewegungen [rhä undoxeXha gehen, da die Impulse durch dasBückenmark gehen] (Marshall Hall) =Reflexbewegungen..
Diastase [duioiaaig das Auseinander-stehen, die Trennung, Spaltung]: 1. Chem.Enzym, das Kohlehydrate der Stärkegruppein Dextrin und Maltose umwandelt („spal-tet"). D. bildet sich u. a. beim Keimendes Getreides, bes. der Gerste, und wirdaus einem wässrigen Malzauszug durch Al-kohol als weißes Pulver gefällt. Diasta-tische (oder amylolytische) Eermente findensich auch im Speichel (Ptyalin), Pankreassaftetc. Pharm. Malzdiastase. Cf. Taka-D.
2. PatJwl. Das Auseinanderweichen zweierKnochen ohne Verrenkung, z. B. der Becken-knochen in der Symphyse; ferner die, durcheitrige Processe bedingte, Epiphysenab-lösung; auch das Auseinanderweichen derinneren Bänder der Becti abdominis.
Dlastematlque [diäarij^a Zwischenraum,Spalt]:Interstitiell. Glande d.: interstitielleHodendrüse.
Diastemat(o)-: Bedeutet inVerbdg.Spalt-bildung. -chilie*, -myelie*: AngeboreneSpaltbildung der Lippen, des Bücken-marks etc.
Diaster = Amphiaster.
Diastole [diaerohj von SiaazsXlm aus-dehnen] : Rhythmische Erweiterung einesOrgans, bes. des Herzens und der Gefäße.
Diastolisch: Zur Diastole gehörig. Cf.Blutdruck. D. Geräusche: Geräusche wäh-rend der Diastole (der Ventrikel).Diathermanität, Dlathermansie [<M
durch, »sQ^irj Wärme]: Fhys. "Wärmedurch-lässigkeit; Eigenschaft mancher Körper,Wärmestrahlen hindurchznlassen, also nichtzu absorbieren. Adj. diatherman.
Diathermie (Nagelsohmidt 1907]: An-wendung von Hochfrequenzströmen mitungedämpften, dicht aufeinander folgendenSchwingungen, um Körperteile in ihremInneren zu erwärmen. Syn. Thermo-penetration, Transthermie. Cf. Kaltkauter.
Diathese [did&eoig Zustand, Verfassung,analog dem lat. dispositio]: Krankheitsan-lage, Krankheitsbereitschaft; gesteigerteEmpfänglichkeit für gewisse Organ- undnamentlich Allgemeinerkrankungen, oderauch durch Blut- und Gewebsveränderungenbedingte krankhafte Beschaffenheit des ge-samten Organismus. Jetzt hauptsächlichin bestimmten Verbdg. gebraucht, z. B.harnsaure oder gichtische, haemorrhagische,rheumatische, scrofulöse D. etc. Cf. Dys-krasie,Krase, Disposition, Habitus, Tempera-ment, Constitution, exsudativ. D. de oon-tractures (Charcot) : Neigung Hysterischerzu vorübergehenden Contracturen bei ganzgeringen Beizen (Verbalsuggestion, Binden-umschnürung, Faradisation etc.).
Diatomeen [äunsfiixo trennen, wegen Tei-lung der einzelnen Zellen in symmetrischeHälften]: Bacillariophyta. -erde bestehtaus den Kieselpanzern abgestorbener D.
Diatonische Xonleiter [äic'aovog ange-spannt; in der Musik hieß duaovov y&vogdie einfachste Aufeinanderfolge der Tönein der Tonleiter]: Die 7 stufige Tonleiter.
Dia|tropismus vd. Plagiotropismus.
Dlazobenzolsulfosäure: C 6 H 4 <;g^ >.
Entsteht durch Eingießen eines Gemischesvon sulfanilsaurem Natrium und Natrium-nitrit in verdünnte Schwefel- oder Salz-säure. Cf. Diazoverbindungen.
Dlazoreaotion (Ehrlich) : Versetzt man50 ccm einer Sulfanilsäurelösnng (5 Sulfanil-säure, 50 reine Salzsäure, 1000 destilliertesWasser) mit 1 ccm einer 1 / a % Natriumnitritlösung,bringt dies Gemisch mit einer gleichen-Menge Urin zusammen, schüttelt nach Zu-satz von 7s Volum Ammoniak kräftig durch,so erhält man bei positivem Ausfall tiefeRotfärbung des Schüttelschaums. Beruhtauf Vorhandensein aromatischer Amido-verbindungen im Urin (bes. bei Unterleibs-typhus, Masern, Pneumonie, acuter Phthise,nicht bei Meningitis), die mit der entstehen-den Dlazobenzolsulfosäure* farbige Verbdg.eingehen.
Diazotieren: Überführung von Amido-in Diazoverbindungen.
Diazoverbindungen [Sig zweimal, AzotivmStickstoff, da hier auf ein aromatisches Ra-dical2 Atome N kommen]: Organische, meistzur Benzolreihe gehörige Verbdg. von derEormelRN =NR 1 (woR ein aromatischesBa-dical, R 1 eine anderweitige Gruppe, gewöhn-lich einen Säurerest bedeutet); z. B. Diazo-benzolnitrat C 6 H s .N,,.N0 3 . Bei den Azo-verbindungen* ist dagegen d. Gruppe N — Nmit 2 aromatischen Radicalen verbunden;