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Medizinische Terminologie : Ableitung und Erklärung der gebräuchlichsten Fachausdrücke aller Zweige der Medizin und ihrer Hilfswissenschaften
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159-160
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Bismutum methylendigallicum — Blastomeren.

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fonioum: Loretin-Wismut. Syn. B. lore-tinicum. B. methylendigallicum: 3 Bi

(OH 3 ) . 4 C 16 H ls O M . Syn. Bismal. B. ß-naphtholicum: /?-Naphtholwismut,Orphol.B. nitricum (DAB): Wismutnitrat. Bi(N0 3 ) 3 . 5H s O. B. oxydatum kolloidale:

Kolloidales Wismutoxyd, Bismon. B. oxy-jodatum subgallicum: C„H 2 (OH) 3 C0 2 .Bi (OH)J. Syn. Airol. B. subgallioum

(DAB, Austr., Helv.): Basisches Wismut-gallat, Dermatol. C e Hj(OH) 3 . COOBi(OH) 2 .B. subgallicum oxyjodatum (Helv.):B. oxyjodatum subgallicum. B. subnitri-oum (DAB, Austr., Helv.): Basisches Wis-mutnitrat. Gemisch verschiedener basischerNitrate von wechselndem Oxydgehalt. Syn.Magisterium Bismuti. B. subsalicyllcum(DAB, Austr.. Helv.): Basisches Wismut-salicylat. C e H 4 (OH)C0 8 BiO. B. tetrajod-phenolphthaleinicum: Eudoxin. B. tri-bromphenylioum (Helv.): C 6 H 2 Br 3 0 .(BiO) 2 OH. Syn. Xeroform.

Bistorta [bis doppelt, torqueo drehen]vd. Rhizoma.

Bistouri [vom mittellat. bastoria, diesesvon bastum Stock; oder von der Stadt Pis-tori]: Chir. Messer mit beweglicher Klinge,die zum Gebrauch festgestellt, sonst in denGriff eingeschlagen wird. „Einschlagmesser."

Blstournage [frz. von bis und tournerdrehen]: Eine Art der Castration, bei derdie Hoden durch Drehen zur Atrophie ge-bracht werden.

Bitöt — B. Flecke: Matte glanzlosedreieckige Stellen im Lidspaltenbereich zubeiden Seiten der Hornhaut; bei Xerosisconjunctivae.

Bitter- — -distel: Cnicus benedictus.-erde: Magnesia nsta. -gurke vd. Citrullus.■holz: Lignum Quassiae. -klee vd. Meny-anthes. -mandelöl: Oleum Amygdalarumaethereum bzw. dessen HauptbestandteilBenzaldehyd*; das käufliche B. des Handelsenthält daneben auch Blausäure. Un-echtes B. = Nitrobenzol. -mandel-wasser: Aqua Amygdal. amar. -mittel:Bitter schmeckende Arzneimittel, die stick-stoffreie, sogenannte Bitterstoffe ent-halten und meist von Pflanzen stammen.Syn. Amara. -quellen: Mineralwässer, diein 1 kg Wasser mehr als 1 g gelöste festeBestandteile enthalten, unter deren Anio-nen die Sulfat-Ionen vorwalten. Syn Bitter-wässer, Pikropegen. Je nachdem unterden Kationen die Magnesium-, Natrium-,Calcium-Ionen eine wesentliche Rollespielen, spricht man von echten, bzw.salinischen* bzw. sulfatischenB.; wenn außerdem noch erhebliche MengenChlor-Ionen vorhanden sind, von muri-atischen echten etc. B. -salz: Mag-nesium sulfuricum. -süß: Solanum dul-camara. -Wurzel: Radix Gentianae.

Bitumen [lat., altind. jätu Lack]: Erd-harz; Gruppe brennbarer, flüssiger bis fester,Körper in der Erdrinde, die wahrscheinlichvon fossilen Pflanzen abstammen; z. B.Naphtha, Petroleum, Asphalt (B. Judai-cum). Cf. Holzteer.

Biuret [bis doppelt, Urea*]: Amid derAllophansäure. Entsteht durch Erhitzen desHarnstoffs: 2 CO(NH 2 ) 2 = NH 3 -f CONH 2 .NH . CONH 2 . -reaetion: Alkalische B.-Lösung gibt mit etwas Kupfersulfat eineviolettrote Farbe; dgl. Eiweißkörper undihre Derivate.

Bivalvia [valva Klappe]: Muscheltiere.

Bi|vectoren: Phys., „Größen mit zwei-seitiger, d. h. nach beiden Seiten gleich-wertiger Richtung." (Auerbach).

Biventer [venter Bauch]: Zweibäuchig.Cf. Musculus.

Bixa orellana [biche brasil. Name d. Pfl.,Orelhana Name des Maranhon]: Orlean-baum, Farn. Bixaceae, Reihe Parietales.Cf. Anotto.

Black fever: Spotted disease.

Bläh- — -kröpf: Struma vasculosa, diebeim Pressen anschwillt, -sucht: Trom-melsucht.

Blähungen: Vermehrte Gasbildung imMagen und Darm infolge abnormer Zer-setzungsvorgänge.

Bläschenatmen: Vesiculäratmen.

Bläschenfleohte: Herpes.

Blaesitas [blaesus lispelnd]: Lispeln.

Blättermagen vd. Psalterium (2).

Blätterschwämme: Agaricaceae.

BLANCABD vd. Pilulae.

Blanchet [frz.]: Soor. Cf. Muguet.

Bland [blandus schmeichelnd]: Reizlos(z. B. Diät), mild, ruhig verlaufend (z. B.Delirien). Cf. Embolus.

Blandin [Phil. Fred., Pariser Anatomu. Chirurg, 1798—1849] vd. Nühn-Blandin.

BlankenheimerTee: HerbaGaleopsidis.

Blase: Anat. Harnblase. Gyn. Frucht-blase, Amnionsack.

Blasen- cf. Harnblasen-. — -nicle: Gyn.Hyperplasie und myxomatöse Entartungder Chorionzotten, wobei durchsichtige,gallertartige Bläschen entstehen. Syn. My-xoma multiplex Chorii. -pflaster [da esBlasen zieht]: Empl. Cantharidum. -Sprung:Platzen der Fruchtblase bei der Geburt.-tang: Fucus vesiculosus. -würnier:Sammelname für Eingeweidewürmer vonCysten- oder Bläschenform; z. B. Finne,Echinococcus, Coenurus.

Blastaea (Haeokel) : HypothetischeStammform aller Metazoen, der ontogene-tisch die Blastula entspricht.

Blastem [ß'kaazävm sprossen]: Keimstoff.„Ein zu einer neuen Bildung fähiger lebenderTeil" (Roux). Cf. Cytoblastem. Bot. Wach-sendes Gewebe.

-blasten [ßXaarög Keim]: In "Verbdg. :Keim-, (Mutter-)Zellen; z. B. Erythro-blasten, Haematoblasten, Osteoblasten etc.

Blasto|derm: Das einschichtige Epithelder Blastula s. Vesicula blastodermica.

Blastogen: Aus der Keimanlage stam-mend.

Blastogenese: Knospung.Blastome: Echte Geschwülste; hiersind Wachstumsvorgänge das Wesentliche.Blastomeren [,«£<?o? Teil]: Die einzelnenFurchungszellen des Eies.