Kohlenoxyd: qualitative Reaktionen
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sind noch eine außerordentlich große Anzahl anderer Probenbeschrieben worden, die aber die Schärfe der Ferrocyankalium-und der Tanninprobe nicht erreichen.
Spektroskopischer Nachweis von Kohlenoxyd.
Kohlenoxydblut besitzt eine hellere Farbe als gewöhnlichesBlut; dieser Farbenunterschied läßt sich mit bloßem Augeschwer erkennen, leicht aber mit Hilfe eines Spektralapparates.
Normales Blut wird mit seinem 40 fachen Volumen Wasserverdünnt, so daß es nur noch schwach rosa erscheint; hiervonwird dann in einen kleinen Glastrog mit planparallelenWänden gegeben und dieser zwischen den Spalt einesSpektralapparates und einer Beleuchtungsflamme gebracht.Man beobachtet in dem Spektralapparat zwei dunkle Absorp-tionsstreifen. Gibt man nun zu der in dem Glastrog befind-lichen Blutlösung 2—3 Tropfen Schwefelammonium, rührt miteinem Glasstabe um, und sieht jetzt wieder in den Spek-tralapparat, so sind die beiden Streifen verschwunden und anihre Stelle ist ein einziger aber bedeutend breiterer Streifengetreten. Nun wird Kohlenoxydblut ebenfalls mit seinem40fachen Volumen Wasser verdünnt, in einen zweiten Glastroggegossen und durch den Spektralapparat betrachtet. Man be-obachtet ebenfalls zwei Streifen, die ungefähr an derselbenStelle liegen wie beim normalen Blut, nur etwas nach demGrün hin verschoben. Zu dem Kohlenoxydblut werden nun2—3 Tropfen Schwefelammon gegeben, umgerührt und dasGemisch durch den Spektralapparat betrachtet. Die beidenStreifen sind nicht verschwunden, sondern unverändert an ihremPlatze geblieben. Diese Beaktion ist so charakteristisch, daßeine Verwechslung mit anderen Gasen, die ev. auch im Blutegelöst sein können, ausgeschlossen ist. Der spektroskopischeNachweis des Kohlenoxyds ist nicht so empfindlich wie die reinchemischen Proben.
Will man mit Hilfe einer dieser Proben kleine MengenKohlenoxyd z. B. in der Luft nachweisen, was hygienisch vongroßer Bedeutung ist, so kann man in folgender Weise Ter-