4 Bestimmung des Sanerstoffgehaltes der Luft
eingetretene Luftvolumen, iudem man die Bürette bei den beidenEisenfüßen faßt und die Niveaux in Augenhöhe auf gleicheHöhe bringt. Nach Messung des Volumens läßt man dieBürette 5 Minuten lang ruhig stehen (Sanduhr benutzen!) undliest wieder ab. Zwischen der ersten und zweiten Ablesungwird eine Differenz bis zu 1 ccm zu konstatieren sein.
Wie schon früher gesagt, muß man nach dem Einlassender G-ase in irgend ein Meßinstrument dem an den Wändenhaftenden Sperrwasser Zeit geben, zusammenzulaufen, weil sonstfalsche Resultate erhalten werden. Bei wäßrigen Sperrflüssig-keiten genügt immer ein 5 Minuten langes Warten. Mißtman Gase über stark alkalischen Sperrflüssigkeiten ab, so mußlänger gewartet werden, da die zähe Natron- oder Kalilaugeviel fester an den Glaswänden haftet als Wasser und daherauch entsprechend langsamer zusammenfließt. Bei Messungenüber Quecksilber als Sperrfiüssigkeit braucht überhaupt nichtgewartet zu werden, da das Quecksilber nicht an den Glas-wänden haftet.
3. Bestimmung des Sauerstoffgehaltes der Luftin der Hempelschen Bürette mit alkalischer Pyrogallollösung.
In einer Hempelschen Bürette werden zunächst genau100 ccm Luft abgemessen. Dann wird das Niveaurohr auf denBoden gestellt, der verbindende Schlauch in der Nähe desNiveaurohres abgequetscht und möglichst viel Sperrwasserentfernt, wobei man aber darauf zu achten hat, daß noch soviel Wasser in dem Niveaurohre bleibt, daß es noch über dasseitliche Ansatzrohr hinausragt. Man mischt jetzt in einemKölbchen 15 ccm wäßrige Pyrogallollösung (5 g Pyrogallol +15 ccm Wasser) und 50 ccm 60°/ o ige Kalilauge miteinanderund gießt diese Mischung in das noch auf dem Boden stehendeNiveaurohr. Um nun das absorbierende Reagens mit demim Meßrohr abgeschlossenen Luftquantum in Berührung zubringen, faßt man die Bürette an den beiden Eisenfüßen undhebt und senkt das Niveaurohr und das Meßrohr abwechselndso weit, als die Länge des verbindenden Schlauches es zuläßt.