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Familie: Rosaceae.
Zusätze von letzteren würden sich daher unter Umständen durchdie Erhöhung der E. Z. bemerkbar machen.
ACETYLIERUNG. Zur Vervollständigung der Analyse istdringend zu empfehlen, durch Acetylierung eine Bestimmung desGehalts an Alkoholen (Geraniol und Citronellol) vorzunehmen.Ihre Menge steht natürlich zum Stearoptengehalt im umgekehrtenVerhältnis. Gute Rosenöle enthalten 66 bis 75 ° o Alkohole (be-rechnet auf Geraniol). Palmarosaöl enthält 75 bis 95 °/o Geraniol').
NACHWEIS EINZELNER VERFÄLSCHUNGEN. Als FälschungS-
mittel wird in Bulgarien auch das angenehm teerosenartig riechendeGuajakholzöl von Bulnesia Sarmienti angewandt 2 ). Es kanndurch die mikroskopische Untersuchung der sich beim Abkühlendes Rosenöls ausscheidenden Guajolkristalle erkannt werden.Guajol bildet unter dem Mikroskop lange Mädeln, die durch einekanalförmige Mittellinie geteilt sind. Die Kristalle des Rosenöl-paraffins sind kleiner und dünner und zeigen weniger scharf um-grenzte Formen 3 ). Der sichere Nachweis von Guajakholzöl imRosenöl muß durch die Isolierung des bei 91° schmelzendenGuajols geführt werden.
Guajakholzöl erhöht das spez. Gewicht, das Drehungsver-mögen und den Erstarrungspunkt des damit versetzten Rosen-öls, erniedrigt die Esterzahl sehr wenig und hinterläßt einenharzigen Verdampfungsrückstand :> ').
Nach Berichten, die der Firma Schimmel 2j Co. 1 ) zu-gegangen sind, soll das Rosenöl zur Erhöhung des Erstarrungs-punktes zuweilen mit einem Gemisch von Salol und Anti-pyrin versetzt werden. Wirklich nachgewiesen worden sind dieseKörper aber bisher wohl noch nicht.
Als weitere Verfälschungsmittel für Rosenöl kommen nachE. J. Parry 5 ) neuerdings Nonyl- und Decylaldehyd inFrage, die in Form einer 5°/oigen alkoholischen Lösung zu-gesetzt werden. Parry hat eine solche Flüssigkeit, die ihm ausBulgarien zugesandt worden war, untersucht und beschreibt sie
x ) E. Gildemeister u. K.Stephan, Arch. der Pharm. 284 (1896), 326.
-) Bericht von Schimmel £j Co. Oktober 18!)8, 43.
3 ) F. Dietze, Süddeutsche Apoth. Ztg. 38 (1898), 672 u. 680.
') Bericht von Schimmel £f Co. Oktober 1902, 78.
5 ) Chemist and Druggist 77 (1910), 531.