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Kobuschiöl.
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Zusammensetzung. Das zwischen 190 und 230° siedende Ölenthält Cineol 3 ) (Resorcinverbindung) etwa 15°/o Citra 1 L )-) a ) und167» Anethol'-) (Anissäure, Smp. 184 c ; Anetholdibromid, Smp. 66bis 67°). Wahrscheinlich ist auch Methylchavicol zugegen,da die dafür in Betracht kommende Fraktion zunächst nicht zumErstarren gebracht werden konnte, was aber nach zweistündigemSieden mit starker Kalilauge (Umlagerung zu Anethol) leicht zuerreichen war 3 ). Hingegen ist Safrol, dessen Gegenwart mananfangs vermutet hatte 1 ), kein Bestandteil des Öls.
Ein von Y. Asahina und H. Nakamura 4 ) untersuchtesKobuschiöl, das in der japanischen Provinz Shizuoka aus jüngstenZweigen gewonnen worden war, unterscheidet sich z. T. be-trächtlich von den oben beschriebenen Ölen. Es war hellgelbund von citralähnlichem Geruch. d ir>1 ,0,892; a D -t-6°8'; S.Z. 4,3;V. Z. 19,1; E. Z. nach Actig. 56,48; löslich in 1,4 Vol. 857»igenAlkohols, bei weiterem Zusatz des Lösungsmittels Opalescenz.Von Bestandteilen wurden nachgewiesen: Citral (6 bis 77«;«-Citryl-p'-naphthocinchoninsäure, Smp. 197 bis 200"), Eugenol(Benzoylverbindung, Smp. 69), Cineol (Cineoljodol, Smp. 112bis 113°; Cineolsäure, Smp. 195°) und als HauptbestandteilMethylchavicol, das bei der Oxydation mit KaliumpermanganatHomoanissäure (Smp. 84 bis 85°) und Anissäure (Smp. 184°)lieferte. Vielleicht ist auch Pinen in dem Öl enthalten, da diezwischen 150 und 160' siedende Fraktion Spuren eines Nitroso-chlorids lieferte, das aber wegen der geringen Menge nicht nähercharakterisiert werden konnte. Von Säuren wurden ermitteltCaprinsäure (Silbersalz, 38,527» Ag) und Ölsäure (Silbersalz,27,54°/o Ag). Bemerkenswert ist, daß das von Asahina undNakamura untersuchte Öl kein Anethol, wohl aber Eugenolenthielt, das in den früher untersuchten Ölen fehlte.
') Bericht von Schimmel $ Co. Oktober 1903, 81.
■) E. Charabot u. G. Laloue, Compt. rend. 146(1908), 183; Bull. Soc.chim. IV. 3 (1908), 381.
:: ) Bericht von Schimmel £j Co. April 1908, 56.
') Journ. of the Pharm. Soc. of Japan Nr. 322 Dez. 1908, Tokio; Berichtvon Schimmel § Co. April 1909, 53.