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Familie: Chenopodiaceae.
von 1:5000 eine lähmende, narkotisierende Wirkung ein, jedochwerden solche Tiere durch Übertragen in nicht vergiftete Flüssig-keiten in kurzer Zeit wieder beweglich. Brüning hält nachseinen sehr umfangreichen experimentellen Studien und nacheiner Reihe glücklich verlaufener Wurmkuren an Patienten dasamerikanische Wurmsamenöl für ein Anthelminticum, das demSantonin bezüglich der Wirkung ebenbürtig, wenn nicht über-legen ist. Die Dosis für Kinder ist, je nach dem Alter, vor-mittags dreimal 8 bis 15 Tropfen (mit Hilfe eines Tropfglasesabgemessen = 0,5 bis 1,0 g reines Ol) in Zuckerwasser ver-rührt und hinterher ein Abführmittel in Gestalt von Rizinusöl,Pulv. Curellae oder dergl., und zwar in einstündigen Pausen.Nach W. Salant 1 ) bewirkt amerikanisches Wurmsamenölbei Katzen nach vorübergehender Erregung allgemeine Lähmungund Koma. Nach einer intrastomachal einverleibten Dosis von0,2 ccm pro kg Körpergewicht tritt der Tod am Ende des erstenTages bis nach 48 Stunden ein; der wirksame Bestandteil desÖls, das Ascaridol, hat eine etwa zweimal so starke Wirkung; eserniedrigt den Blutdruck.
236. Ol von Chenopodium ambrosioides L.
Die Samen des dem Chenopodium ambrosioides L. var.anthelminticum Gray nahe verwandten C. ambrosioides L.werden in Brasilien vom Volke als wurmtötendes Mittel ver-wendet. Sie enthalten nach T. Peckolt' 2 ) ein ätherisches Öl vonstark aromatischem Geruch, bitterlich brennendem Geschmackund dem spez. Gewicht 0,943.
Die Blätter dieser Pflanze, die frühe* als Hb. Chenopodiiambrosioidis seu Botryos americanae offizineil waren, gabenbei der Destillation 0,25% eines widerlich campherartig, nar-kotisch und nach Trimethylamin riechenden Öls vom spez. Ge-wicht 0,901 3 ).
') journ. of Pharmacology and experimental Therapeutics 2 (1911), 391;Therap. Monatsh. 25 (1911), 498.
'-) Pharm. Rundsch. (New York) 13 (1895), 89.:l ) Bericht von Schimmel 8j Co. April 1891, 49.