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Familie: Chenopodiaceae.
verknüpft. Vor mehreren Jahren verschlechterte sich die Qualitätder Handelsöle merklich, d. h. die Öle wurden spezifisch leichterund die Löslichkeit in 70°/oigem Alkohol nahm ab, während gleich-zeitig ihr Gehalt an Ascaridol zurückging. Durch Versuche, dievon Schimmel 8; Co. 1 ) unternommen wurden, gelang es, dieUrsache hierfür aufzufinden. Man stellte fest, daß sich Ascaridolbei längerem Kochen mit Wasser unter Bildung von Bestand-teilen zersetzt, die spezifisch leichter und gleichzeitig schwererlöslich in 70°/oigem Alkohol sind. Die Konstanten eines normalenÖls vor und nach dem Kochen mit Wasser waren folgende:
normales Öl:
diso 0,9878« D — 4° 28'
löslich in 3 Vol. 70°/° igen Alkohols
nach zweistündigem Kochen mit Wasser:0,9632— 5° 44'nicht löslich in 70°/oigem Alkohol
Aus den unter Berücksichtigung dieses Umstandes unter-nommenen, mehrfach abgeänderten Destillationsversuchen ginghervor, daß man, um zu einem normalen Öl zu gelangen, dieDestillationszeit möglichst verkürzen muß, also nicht zu großeBlasen wählen soll, und daß man, um eine bessere Trennung vonÖl und Wasser zu bewirken, den Kühler warm bis heiß gehenlassen muß. Das so erhaltene Destillationswasser, das nur wenigÖl enthält, läßt man am besten weglaufen. Verwendet man eszur nächsten Destillation wieder, so wird das in ihm enthalteneAscaridol durch die Hitze zum Teil zersetzt und verschlechtertdas übergehende Öl, dessen Dichte es erniedrigt. Auch ist esvorteilhaft, möglichst geräumige Vorlagen zum Auffangen desÖls zu nehmen, damit das Öl Zeit hat sich von dem Wasser zutrennen.
Die Ausbeute ist, wie nach dem oben Gesagten erklärlichist, je nach der Art der Blasen und der Destillationsführung starkverschieden; unter günstigen Bedingungen geben die Samen 0,6bis 1%, die Blätter bis 0,35°/o Öl.
Eigenschaften. Der Geruch des farblosen oder gelblichenÖls ist stark durchdringend, widerlich, campherartig, der Ge-schmack bitterlich und brennend. Das spez. Gewicht guter
') Bericht von Schimmel S Co. April 1908, 108.