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Familie: Aristolochiaceae.
Zusammensetzung. Nachdem das Öl von F. B. Power 1 )bereits im Jahre 1880 untersucht worden war, wurde es i. ). 1902von demselben Autor zusammen mit F. B. Lees-) einer noch-maligen genauen Untersuchung unterworfen. Als Bestandteiledes Öls sind nunmehr aufgefunden: 1. ein Phenol C 9 H 12 0 2 8 ).2. «-Pinen (Nitrolpiperidid, Smp. 118 bis 119°), offenbar einGemenge der beiden optisch aktiven Modifikationen. 3. d-Linalool(Oxydation zu Citral; Naphthocinchoninsäure, Smp. 195 bis 198").Dieser Alkohol war bei der ersten Untersuchung als Asarol be-zeichnet worden. 4. 1-Borneol (Oxydation zu Campher; Oxim,Smp. 115 bis 116°). 5. 1-a-Terpineol (Dipentendijodhydrat,Smp. 80°; Oxydation zum Ketolacton C in H 16 0 3 , Smp. 62°).6. Geraniol (Diphenylurethan, Smp. 81 bis 82°). 7. Methyl-eugen ol (Oxydation zu Veratrumsäure; Bromeugenolmethyl-ätherdibromid, Smp. 78 bis 79"). 8. Ein blaues Öl von unbe-stimmter Zusammensetzung, das aus sauerstoffhaltigen Ver-bindungen mit alkoholischem Charakter besteht. 9. Ein LactonC 14 H„ 0 O 2 . 10. Palmitinsäure. 11. Essigsäure und 12. ein Ge-misch höherer und niederer Fettsäuren.
Der Gehalt an Eugenolmethyläther im ursprünglichen Öl,ermittelt nach dem Zeiseischen Verfahren, belief sich auf 36,9 u o,der Gehalt an Estern (berechnet als CjFL.O.-.-C^H^) auf 27,5 %.Der Gesamtgehalt an Alkoholen C 10 H ls O wurde zu 34,9 % be-stimmt, woraus sich ergibt, daß etwa 13,3% Alkohole nicht ver-estert vorhanden sind. Da das Öl ferner ungefähr 2% Pinenenthält, so würden die hochsiedenden Bestandteile, das blaue Ölusw. etwas weniger als 20% ausmachen.
228. Ol von Asarum arifolium.
Herkunft und Gewinnung 4 ). Die Blätter und noch mehr dieWurzeln der amerikanischen Pflanze Asarum arifolium Michx.enthalten ein ätherisches Öl, das bei der Destillation mit Wasser-dampf in einer Ausbeute von 7 bis 7,5% erhalten wird.
1 ) On the constituents of the rhizome of Asarum canadense L., Dissertation,Straßburg 1880. — Proceed. Americ. Pharm. Ass. 28 (1880), 464. — Pharm.Rundsch. (New York) 6 (1888), 101.
2 ) Journ. ehem. Soc. 81 (1902), 59.
3 ) Nach., einer Mitteilung des Herrn Dr. C. Kleber in Clifton N.J.enthält das Ol Eugenol, das durch das Benzoat identifiziert wurde.
') Arch. der Pharm. 240 (1902), 371.