346
Familie: Santalaceae.
Haustorien treiben 1 ). Die jungen Pflanzen werden daher zweck-mäßig mit je einem anderen jungen Pflänzchen zusammen in ausBambusblattscheiden gefertigte Körbchen gepflanzt und späteram besten in gemischten Beständen kultiviert. Die Ernte findetam vorteilhaftesten im 27. bis 30. Jahre statt, indem die Bäumegefällt und die dickeren Wurzeln ausgegraben werden. Das Holzwird entrindet, gespaltet und sortiert, wobei namentlich auchdie Farbe zu berücksichtigen ist, da angeblich der Olgehalt desHolzes im allgemeinen um so größer ist, je dunkler es gefärbtist. Ebenso soll das Holz der auf felsigem, bergigem und trocknemBoden gewachsenen Bäume härter und ölreicher sein, als das derin fruchtbarem Boden gezogenen-).
Das Gebiet in Vorderindien, in dem das Holz hauptsächlichgewonnen wird, bildet einen etwa 240 englische Meilen langenund 16 Meilen breiten Streifen, der sich nördlich und nordwest-lich vom Milgirigebirge durch Maisur (Mysore) erstreckt. DerSandelbaum wächst dort von der Meeresküste an bis zu Höhenvon über 1000 m. Das gesamte Areal der Sandelholzpflanzungenist etwa 5450 englische Quadratmeilen groß :! ). Sieben achtelhiervon entfallen auf Maisur (Mysore), das übrige verteilt sichhauptsächlich auf Kurg (Coorg) und einige Distrikte der Präsi-dentschaften Bombay und Madras. In den Distrikten Kolar undChitaldrug ist Sandelholz rar und von geringer Qualität, ebensoin Teilen von Tumkur und Bangalore. Gänzlich fehlt es in denHochlanden, die die Provinz von Osten und Süden begrenzen.In Vorderindien ist der Sandelbaum Staatseigentum, das Holzdes Stammes und der Wurzeln wird von der Regierung in be-
L ) Ein Verzeichnis von Pflanzen, auf denen der Sandelbaum schmarotzt,findet sich bei D. Brandis, Indian Forester, Jan. 1903. Referiert in Rev.cultures coloniales 14 (1904), 47. — M. Rama Rao (Indian Forest Records-[1911], Lfg.4. Referiert in Bull. Imp. Inst. 10 [1912], 325), nennt nicht wenigerals 144 Arten, auf deren Wurzeln die Haustorien des Sandelbaumes gefundenwurden. Außerdem hat er eine Liste von 252 Gewächsen zusammengestellt,in deren Gesellschaft der Sandelbaum vorkommt.
2 ) Vgl. PuranSingh. Forest Bulletin Nr. 6. Kalkutta 1911; Bericht vonSchimmel 8f Co. Oktober 1912, 102.
"') ). L. Pigot, Conservator of Forests in Mysore: Mysore Sandalwood.Broschüre zur Ausstellung der brit. Kolonialregierung in Paris, 1900; Berichtvon Schimmel 8j Co. April 1900, 41.