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Familie: Gramineae.
das Geraniol gesondert nach der Phthalsäureanhydridmethodebestimmt. Dabei ergab sich, daß der Geraniolgehalt bei diesenbeiden Grasölen ebenso schwankte wie die sonstigen Eigen-schaften.
133. Java lemon olie.
Anhangweise mag hier noch ein Ol erwähnt sein, von demder Firma Schimmel 8{ Co. 1 ) wiederholt unter dem Namen„Java lemon olie" Muster zugegangen sind. Über die Stamm-pflanze hatte sich nichts ermitteln lassen, doch handelt es sichdabei offenbar um eine Andropogon - Art, und zwar vielleichtum das wilde Managras (siehe oben), denn die Öle konnten nocham ehesten als eine Art Citronellöl angesprochen werden, wennsie auch im Geruch davon etwas verschieden waren. Die Kon-stanten bewegten sich innerhalb folgender Grenzen: d 15 „ 0,8809bis 0,8914, « D + 10 D 6' bis + 14° 52', n 1)S0 . 1,46466 bis 1,46684,Gesamtgeraniol 49,1 bis 50,9 °/o. Die Öle waren leicht löslichin 80°/oigem Alkohol (ca. 1 Vol.), beim Verdünnen der konzen-trierten Lösung trat aber stets Trübung ein.
Von besonderem Interesse ist, daß diese Öle 1-Citronellalenthalten, das noch in keinem andern ätherischen Öl angetroffenworden ist. Der aus einem der Öle mit Bisulfitlösung abge-schiedene Aldehyd hatte folgende Eigenschaften: Sdp. 205 bis208°, d 16 ,0,8567, a D — 3°, n D200 1,44791, Smp.des Semicarbazons 74°.Weitere Bestandteile sind Cineol und wahrscheinlich auch Li-monen oder ein Gemisch von Limonen und Dipenten.
134. Kamelgrasöl.
Herkunft. Das Kamelgras, Cymbopogon SchoenanthusSpreng. (Anclropogon Schoenanthus L.; A. laniger Desf.; A. Iwa-rancusa subsp. laniger Hook, f.) 2 ), war schon in frühester Zeitbekannt und fand vielfache Anwendung zu medizinischen undkosmetischen Zwecken. In den alten Pharmakopoen und Kräuter-büchern wird es als Herba Schoenanthi geführt, doch warenauch noch andre Namen dafür in Gebrauch, wie beispielsweiseJuncus odoratus und Foenum 3 ) oder Palea camelorum. Der
x ) Bericht von Schimmel $ Co. April 1903, 21.
-) O. Stapf, Kew Bull. 1906, 303.
s ) Flückiger and Hanbury, Pharmacographia II. Edit., p. 728.